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Zirl - Lienz

GPX-Track

1.Tag ca 1.000 Hm

Der Beginn der Tour hat sich auf Grund des schlechten Wetters um einige Tage verschoben. Am Sonntag regnete es aus allen Kannen. Am Montag in der Früh Regen - Verzweiflung auf unseren Gesichtern. Aber gegen 10 Uhr vormittags riss der Himmel auf. Rasch die Rücksäcke auf den Gepäcksträger gebunden, einen Platten bei Werner behoben und Start!

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Den Radweg entlang durch Innsbruck bis nach Weer. Nach leichten Kommunikationsschwierigkeiten - Werner schrie RECHTS kam ich auf einer noch regennassen Holzbrücke leicht ins Schleudern... Ein paar Abschürfungen, leichte Prellung und weiter ging es stetig aufwärts nach Kolsassberg. Über einen vom Regen aufgeweichten Forstweg fuhren wir zur Weidener Hütte (1.799 Hm).

Müde aber zufrieden kam das erste große Bier in den Gastgarten. Ein Brunnen mit Bierzapfhahn, aus dem aber leider nur Wasser kam, war ein Foto wert.

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Die Gastfreundlichkeit des Hüttenwirtes ist einfach traumhaft - der hat ein Herz für Radler! Einen Nachschlag beim Essen, ein paar Zwetschken was will das Herz mehr ? Der mit den meisten Bier im Bauch schläft im Matratzenlager am besten, Werner war der Beste...

2. Tag ca 2.000 Hm

Nach einem Superfrühstück, das eigentlich von anderen Bikern bestellt war - Spiegeleiern mit Speck - Weiterfahrt auf das Geiseljoch. Nach einem kleinen Absturz von Fritz - der Gott sei Dank ohne bleibende Schäden blieb - erreichten wir das Joch (2.292 Hm).

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Der Trial in das Zillertal bis Finkenberg ist ohne Probleme fahrbar. In Finkenberg führte uns unser Guide Werner über einen Steig 100 Hm hinauf und 100 Hm wieder hinunter - wir hätten ja auch die Straße nehmen können...

Nach diesem Ausflug in die Natur stiegen wir gemächlich zum Schlegeisspeicher auf. Die letzten Kehren und wir standen auf der Staumauer (1.815 Hm). Eine kleine Jause beim Imbissstand mit einem Franziskaner Weizen belebte unsere Magennerven wieder. Die ersten Meter zum Pfitscherjoch schauten nicht schlecht aus, danach fing die Schiebe - Tragestrecke an. Nach 100 Hm band ich das Rad am Rucksack fest und trug es. Die Wanderer bedachten uns mit etwas zweifelnden Blicken aber die Pfitscherjochhütte (2.275 Hm) (0039/0472/630119) kam immer näher.

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Nach der Besichtigung der Gaststube, der Einigung auf Rotwein mit einer großen Portion Spagetti und einem Kartenspiel gewann ich fast das Rennen um den - der am schnellsten einschläft. Aber ich hatte total vergessen, daß die Hütte mit allem Komfort - sogar Dusche eingerichtet ist. Also raus aus dem Bett - leider war die Dusche schon wieder besetzt. So verschob ich das ganze auf den Morgen.

3.Tag ca. 2.200 Hm

Nach einer ausgiebigen Dusche und Frühstück Abfahrt bis Fussendross 1.384 Hm - das Pfundererjoch (2.568 Hm) liegt vor uns. Eine Strecke die sich ein Mountainbiker wünscht! Vom ersten Meter weg Schotterstraße und steil! Wir überholten zwei Mädels, mit denen wir auf Grund der fehlenden Luft nicht viel redeten. Beide waren anständig bepackt mit zwei Bikes ohne Federgabel unterwegs. Das letzte Stück ist dann zu schieben, die Kraft und der Weg ließen uns da in Stich. Am Joch angelangt ein Traum Blick:

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Der Downhill ist vom feinsten, ich war um meine neue Federgabel mit einem anständigem Federweg doch sehr froh.

Auf der Bödenalpe 1.500 Hm kehrten wir ein. Wein, Spiegeleier und Brot - wir labten uns. Es ist hier die einzige Möglichkeit etwas zum Essen zu bekommen, andernfalls müßten wir nach Pfunders abfahren. Nach kurzer Rast ging es weiter bis zur Weggabelung zur Eisbruggjochhütte 2545 Hm (0039/0474/653244).Der Blick in das Pustertal zum Kromplatz verhieß nichts Gutes! Schwarze Gewitterwolken türmten sich auf. Wir entschlossen uns bis zur Alm ca 100 Hm aufzufahren, da begann es auch schon leicht zu tröpfeln. Oben angelangt lag vor uns blauer Himmel, hinter uns blitzte es. Vorwärts lautete die Devise! Die Räder auf den Rücken gebunden und der Aufstieg begann. Hinter uns sahen wir eine Gruppe deutscher Biker die ebenfalls das Rad schulterten. Damit waren wir nicht die einzigen "Wahnsinnigen" auf diesem Trail. Nach 1.000 zahnigen Höhenmetern erreichten wir endlich die Hütte. Die deutsche Gruppe hatte uns überholt, aber um den Preis eines Fast-Kreislaufkollaps...

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Das Rad in den Schuppen versorgt, den ersten Liter auf den Tisch, die Makkaroniteller gefüllt und die Lebensgeister kehrten wieder zurück. Rasch noch die Übernachtungsmöglichkeit abgeklärt und die Karten gemischt - der Hüttenzauber konnte beginnen. Die Hütte war zum Bersten voll, sehr viele Bergsteiger übernachteten hier.

4.Tag ca. 1.500 Hm

Nach einem oppulentem Frühstück, meine Brüder hatten keinen rechten Hunger (muß wohl das letzte Viertel Wein einen Stich gehabt haben) starteten wir den Downhill. Zur Gemeindealm 1.878 Hm muß stellenweise geschoben werden. Vom See führt eine schöne aber schmale Asphaltstraße nach Sand in Taufers 858 Hm. In Rain gab es noch einmal ein anständiges Nudelessen - danach weiter aufs Klammljoch 2288 Hm. Der Wettergott meinte es gut mit uns und schickte immer wieder eine Wolke vor die Sonne.

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Danach Abrollen übers Defereggental nach Lienz 680 Hm zum Schlipfkrapfenessen nach Hause.