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Innsbruck - Gardasee

GPX-Track

Der erste Tag (auf nach Südtirol) Bericht von Werner Schwemberger

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Fritz und ich starten bei tollem Wetter in Zirl (620) und rollen gemütlich nach Innsbruck (600) um den dritten Wahnsinnigen (Martin) abzuholen. Von dort fahren wir drei neben bzw. auf der Brennerbundesstraße zur Stefansbrücke. Dort kann man rechts über die alte Römerstraße nach Schönberg (1.000) hinauffahren und ab dort wieder über die Bundesstraße nach Matrei und Steinach(1.049). Dadurch kann man den Verkehr in den Steigungen ausweichen. Ab Steinach geht's auf einer Nebenstraße über Außernösslach(1.384) nach Vinaders(1.269). Bis hierher ist es eigentlich nur eine Heranführungs Etappe, ab nun geht's in die Botanik. Uns führt eine Forststraße zur Sattelalm(1.633). Hier treffen wir gegen Mittag ein und gönnen uns ein paar Bierchen und eine anständige Kasknödelsuppe, um für den Nachmittag gestärkt zu sein.

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Fahrradfahrverbot auf der Grenzkammstraße - hoffentlich sieht uns kein Carabinieri!)

Nach der verdienten Rast geht's von der Sattelalm über die Grenze. Hier ist die Orientierung etwas schwierig, in den Karten ist der Weg nicht eingezeichnet. Es existiert aber ein komplett fahrbarer Weg/Steig über die Grenze. Hier empfängt uns gleich ein großes Fahrradverbotsschild und gegen das Pilzesammeln haben sie hier anscheinend auch etwas!? Gott sei Dank haben wir Mountainbikes und keine Fahrräder :-) und wer will schon Pilzesammeln!? Dann kommt eine Abzweigung, bei der man sich gleich für die Abfahrt zum Brenner oder für einen knackigen Uphill zum Steinjoch/Grenzkammstraße (2.186) entscheiden kann. Wir wählen natürlich den Uphill, oder wurden wir doch nur durch Martin überredet? Der Uphill, der durchaus fahrbar ist und nur zum Schluß (Puls!!) zum absteigen zwingt, bietet natürlich optisch wesentlich mehr.

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(Fritz & Martin beim Stellungsbesuch)

Oben am Steinjoch geht es weiter, zuerst leicht bergab und dann wieder leicht bergauf zum Kreuzjoch.
Hier auf der Grenzkammstraße kann man (Danke Mousolini für Bauwerke und Weg!) einige Stellungen besichtigen. Auch die Aussicht von hier ist toll. Von hier geht's nach kurzer Rast hinab zum Brennerbad (1.300) und von dort über einen wunderbar angelegten Forstweg über die Zirog Alm hinauf zur Enzianhütte (1.894). Telefon Hütte: 0039/0472/761224. Unser Etappenziel ist absolut empfehlenswert! Zimmer, Dusche, gutes und reichliches Essen und einige Flaschen Wein lassen das Bikerherz höher schlagen.
Eine tolle Tour hat ihr richtiges Ende gefunden, nur der Wetterbericht stimmt uns nicht allzu freudig.....

Der zweite Tag (der unvollbrachte)

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Eigentlich war heute Enzianhütte - Schlüsseljoch - Sterzing - Schneebergscharte - Nächtigung im Schneeberghaus vorgesehen, aber Petrus macht uns einen Strich durch die Rechnung!

Der erste Blick aus dem Fenster stellt uns schon vor vollendete Tatsachen, auf 2.700 (Schneebergscharte) haben wir heute nichts verloren. Aber wir haben ja noch einen Alternative - da es nicht regnet (Danke Petrus) erarbeiten wir bei ausgiebigen Frühstück gleich den neuen Schlachtplan. Wir fahren (leider war das Schlüsseljoch in Wolken gehüllt) über den Anfahrtsweg und dann die Bundesstraße hinunter nach Sterzing(950). Von hier geht es auf den Jaufenpass (2.100). Diese Straße hat eine tolle Steigung und man kann richtig schön kurbeln, aber bei Schönwetter ist diese Strecke keinesfalls empfehlenswert (da dürften wohl mehr Ausflügler am Weg sein). Das Wetter ist, naja, sehr durchwachsen - aber wir bleiben zumindest trocken! Am Jaufenhaus ist die Sicht wegen des Nebels inzwischen auf ca. fünf Meter begrenzt. War wohl doch nicht so blöd, auf die 2.700 zu verzichten.

Die Tour hat ihr richtiges Ende gefunden, nur der Wetterbericht stimmt uns nicht allzu freudig.....

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(keine wirklich gute Sicht!!)

Nach kurzer Rast im Jaufenhaus geht es über den Pass (Martin verlieren wir im Nebel fast - aber er zieht sich nur auf der anderen Straßenseite um) hinunter nach St.Leonhard im Passeier (688). Noch immer haben wir Glück im Unglück und das leichte Nieseln macht uns nicht richtig naß. Da sich langsam der Hunger bemerkbar macht, suchen wir (müsliriegelverachtend) ein Gasthaus auf. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern - schade wir werden ausgezeichnet (vor allem ausreichend) verköstigt. Nach einem kompletten Menü und ein paar Gläschen Wein (natürlich auch 3x3) geht es dann Richtung Moos im Passeier (1.012). Hier erkundigen wir uns bei der Touristeninformation nach einer möglichst weit taleinwärts gelegenen Unterkunft. Unsere Wahl fällt auf den Pfeldererhof. So können wir der morgigen Etappe die Schärfe nehmen und so richtig müde sind wir ja noch nicht. Also rauf aufs Bike und ab nach Pfelders (1.628). Eigentlich habe ich ja bei der Tourenplanung Pfelders für einen kleinen Weiler gehalten. Wir werden eines anderen belehrt - durch ein paar Lifte haben sich hier einige Hotels angesiedelt und ein kleines Dorf ist entstanden. Die Gastlichkeit ist die eigentliche Sensation!! Im Wellnessbereich können wir uns in der Infrarotkabine (ähnlich einen Dampfbad) von der Etappe erholen. Sauna, Whirlpool, Massagebett sind auch vorhanden! Danach erwartet uns (Transalper hört weg) ein fünfgängiges Candellightdinner vom feinsten. Natürlich begleiten uns einige Flaschen Wein und die obligatorischen 3x3 dürfen natürlich auch nicht fehlen!
Auch wird uns verziehen, daß wir unsere Abendgaderobe in unseren Rucksäcken gerade nicht finden können. :-)
Empfehlung Pfeldererhof 0039/0473/646706 - Und der Wetterbericht wird auch schon wieder besser......

Der dritte Tag (die Königsetappe)

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Das morgendliche Frühstück im Pfeldererhof ist ausgezeichnet und so können wir uns für die heutige (entschärfte) Königsetappe stärken. Der Himmel ist zwar noch bewölkt, aber Wettervorhersage und optische Kontrolle lassen uns die heutige Überquerung auf 2.900 angehen. Von Pfelders (1.628) gehts über eine Forststraße bis zum LazinserKaser (1.860). Ab hier beginnt eine alter Militärweg übers Eisjöchl, der zum Fahren zwar vielleicht etwas zu steil (als Einzeltour könnte man es probieren), jedoch - zumindest zum schieben - breit genug und eben ist. Teilstücke sind flacher und fahrbar, an anderen Stellen ist der Weg verfallen und man muß auch mal schultern. Martin ist masochistisch veranlagt und trägt das Rad die meiste Zeit (oder will er nur Material schonen?) Ab 2.700 empfangen uns einige Schneefelder, die etwas mühsamer zu überwinden sind. Landschaftlich (wenn wir was sehen) ist der Aufstieg toll. Gegen Mittag erreichen wir die StettinerHütte(2.875), hier rasten wir und mit einer Suppe und einen Bier holen wir uns verlorenen Kalorien zurück.

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(kein Weg ist uns zu steil)

Leider hat das Wetter noch nicht richtig 'aufgerissen' und so haben wir von der Landschaft relativ wenig. Von der Hütte gehts über ein weiteres Schneefeld zum höchsten Punkt dem Eisjöchl(2.900). Ab jetzt folgen die eigentlichen Höhepunkte des heutigen Tages!! Wir müssen zwar noch 200 Höhenmeter über die Schneefelder hinunterrutschen, aber wenn es aper ist, dann sollte auch dieser Teil fahrbar sein. Von 2.700 bis zu den Eishöfen(2.071) fahren wir auf einen suuuuuper Trail (alles fahrbar) ab, ein absolutes Highlight dieser Tour. Jetzt kommt auch die Sonne heraus und wir fahren dem schönen Wetter entgegen. Ab hier geht ein etwas mühsamer Forstweg (viele Wanderer und anscheinend hat hier jede Kuh ihr eigenes Gatter) bis auf etwa 1.700 ab. Jetzt haben wir wieder Asphalt unter den Stollen. Doch halt, wer hat hier einen Defekt? Unser unzerstörbare Felgen fahrender Martin hat doch seinen Freilauf verloren?! Da wird sich das Radgeschäft aber was anhören können. :-) Fritz und ich rollen also den Asphalt (Martin tritt mit) über Karthaus(1.327) nach Naturns(554) und weiter bis nach Rabland, wo wir neben der Straße ein Bikegeschäft sehen und zwecks Reparatur des Unzerstörbaren Halt machen. Unser Glück bleibt uns Hold der Besitzer erweist sich als wahrer, ach was, genialer Schrauber - Nach Reparatur eines !!Freilaufes!! (wer kann das schon noch?), Reinigung der Felge, Justierung und Schmierung der Schaltung, (Martin hat danach eine Automatik), Montage eines Gepäcksträgers (Martin glaubt uns nach drei Tagen, dass es praktischer ist) und Montage einer Kettenblattschraube bei meinen Bike, verlangt er ganze 5 (in Worten fünf) Euro für die Arbeit. Den nächsten Service werden wir wohl in Rabland machen.

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(Martin beim Trail vom Eisjoch)

Mit wieder funktionierendem Gerät geht es hinunter nach Meran (325) und zum Etappenziel Pension Pfeiss in Lana.
Wieder ein absoluter Glücksgriff. Wunderbar gelegen, mit Swimmingpool, Whirlpool (das tut unseren Beinen gut), großen Garten, schönen Zimmern und gastfreundlichster, familiärer Aufnahme. Am Abend bekommen wir ordentlich zu futtern und trinken. Ein guter Eigenbau-Wein begleitet unsere Pizzaorgie (Die dritte Pizza hätte Martin nun wirklich nicht mehr bestellen müssen!!). Die obligatorischen 3x3 beenden zumindest meinen Abend. Fritz & Martin wollten wohl noch die Geheimnisse der Tour bei einer letzten Flasche ergründen.

Der vierte Tag (Richtung Süden)

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Auch heute ist das Frühstück wieder bestens, nur meine zwei Begleiter haben gestern doch zulange über die Strecke gerätselt. Sie kommen etwas mühsam auf Touren und ich werde wiedereinmal ungeduldig (immer das gleiche in der Früh). Dafür haben wir heute nach den nächtlichen Gewitter ein Kaiserwetter!! Nach Verabschiedung von der tollen Unterkunft fahren wir von Lana(290) ins Ultental. Die Straße führt etwas lästig (keine regelmäßige Steigung - der Autoverkehr ist einigermaßen erträglich) über St.Pankraz (740), St.Walburg (1.200) bis St.Gertraud (1.520). Bisher hat die Streckenführung eher Richtung Westen geführt - jetzt geht's eher Richtung Süden - wir wollen ja noch zum Gardasee. Da es noch etwas zu früh zum Mittagessen ist, fahren wir gleich links auf den Forstweg Richtung Haselgruberhütte. Das ist etwas gefährlich, da in der Karte keine Raststation eingezeichnet ist. Zur Not haben wir ja noch die Müsliriegel mit (fast noch alle - Tuningfaktor führ nächstes Jahr). Bei einer Höhe von zirka 1.850 finden wir aber eine Alm, bei der wir Mittag machen können (der Magen hätte wohl auch nicht mehr länger gewartet).

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(am Rabi Joch das obligatorische Beweisfoto)

Nach ausreichender Stärkung starten wir wieder los. Ab hier gewinnt der Forstweg einiges an Steigung und wir steigen nach einigen Höhenmetern ab und schieben den Rest des Weges bis zur Bärhap Alm (2.300). Wäre zwar fahrbar, aber inzwischen sind unsere Beine doch etwas müde. Nun beginnt ein Steig zum Passo di Rabbi(2.467) der nicht fahrbar, aber breit genug zum gemütlichen Schieben ist. Am Paß gibt's die obligatorischen Beweisfotos und dann geht's vielleicht 50 Höhenmeter hinunter zur Haselgruberhütte (2.425). Endlich kommen wir zu unserem Wein - noch überlegen wir, ob wir gleich abfahren sollen, doch wir wollen noch einmal auf einer Hütte schlafen. Für Hüttenverhältnisse ist auch diese Rast empfehlenswert!

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(vor der Haselgruberhütte)

Wir genießen noch die letzten Sonnenstrahlen bevor wir's uns in der Hütte gemütlich machen. Die Verköstigung ist ausgezeichnet und auch hier steht niemand hungrig vom Tisch auf. Nachdem wir gegessen haben, trifft noch eine deutsche Transalptruppe ein. Sie haben sich das Madritscherjoch (3.200) gegeben - klingt verdächtig nach nächstes Jahr!! Einige Flaschen Wein (+ eh schon wissen) und Schnellerpartien später begeben wir uns zur Nachtruhe. Die Schlußetappe mit über 100 km erwartet uns noch....

Der fünfte Tag (Lagooooo)

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Heute früh werde ich überrascht - wir stehen wirklich früh auf. (Vielleicht ein Geschenk an meine bisher fehlerfreie Führung?). Dadurch kommen wir heute nach ausgiebigen Frühstück früh los. Von der deutschen Truppe ist erst einer wach, der begutachtet seinen leicht lädierten Mantel - wird wohl ein Tausch nötig sein! Unser braver Manteltransporteur Martin bietet zwar seinen an, aber er wird ihn auch hier nicht los - bis zum See wird er ihn schleppen. Von der Haselgruberhütte geht es ca. 300 bis 400 Höhenmeter auf einen tollen Trail bergab. Dieser ist absolut fahrbar und man muß nur ganz selten (aus Vorsichtsmaßnahme) absteigen. Dann folgt ein breiter Forstweg bis Rabi. Ab hier beginnt die Asphaltstraße hinunter bis Male (780). So schaffen wir in aller Früh schon 1.700 Höhenmeter. :-)

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(Blick zurück auf die Haselgruberhütte)

Von Male geht's hinüber nach Dimaro (767), hier zweigt die Straße nach Madonna di Campiglio (1.580) ab. Eigentlich hätte der Plan ja gelautet, den Forstweg auf der linken Talseite nach Madonna zu nehmen. Wir entscheiden uns aber aus Zeitgründen für die Asphaltstraße über den Passo Campo (1.682) nach Madonna. Da wir recht früh am Weg sind, ist der Verkehr einigermaßen erträglich.
Leider verschlechtert sich das Wetter, die Brenta ist in dicke Wolken gehüllt und es riecht verdächtig nach Regen. Daher brechen wir auch hier unseren ursprünglichen Plan (leichtes Such- und Tragespiel durch die Brenta und Abfahrt durchs Val d'Algone nach Stenico) ab und fahren durch Madonna (Achtung Riesenort-hier kann man sich verirren) über Pinzolo (770) Richtung Tione (565). Auf dieser Straße ist die Hölle los - anscheinend wollen in dieses Tal Mehrere hinein. Kurz vor Tione können wir zum Glück von der Hauptstraße links Ri. Stenico (Castel) abzweigen und auf menschenverlassener Straße wieder angenehm weiterradeln. Langsam meldet sich wieder mein Magen! Aber erst in Stenico (700) finden wir ein Restaurant, in dem wir uns mit Nudeln und ein paar Bierchen für den Nachmittag stärken können. Martin und Fritz wollen gar nicht mehr aufstehen - aber ich verspreche, dass es in Riva auch Lokale gibt, und so folgen sie doch.

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(der erste Blick auf den See)

Von Stenico geht's hinunter nach Ponte Arche (400). Unsere letzte Bergwertung in Balino (800) wartet! Heute werde ich schon zum zweitenmal verblüfft - nachdem Martin & Fritz einen Wegweiser mit "Riva" sehen und somit das erste Mal seit fünf Tagen wissen, wo's langgeht, fangen die zwei zu kurbeln an, als ob es um eine Sprintwertung ginge. Ich kann die zwei nicht halten - ein armer Radrennfahrer allerdings auch nicht. Er wird von den beiden aufwärts zwar nur eingeholt, jedoch geben sie ihm beim nächsten !!Flachstück!! den Rest und ziehen an ihm vorbei. Wahrscheinlich schnitzt er sich jetzt gerade Stollen in seine Pneus.
Erst bei der nächsten Abzweigung erinneren sie sich doch noch an ihren dritten Mitreisenden und warten gnädig auf mich (Danke!)-aber nur weil sie sich schon wieder nicht auskennen. Bei dieser Abzweigung können wir gerade hinunter bis Riva fahren. Das Wetter ist jetzt aber wieder toll und so, wollen wir doch noch einen Trail nachholen. Also hinauf nach Costa und über die Bastione (erster Blick auf den See) trailend hinunter nach Riva. Am Hafenplatz steuern wir erst zum See und dann gleich zur Bar. Endlich gibt's die verdiente Flasche Wein!!! Nach äußerst gemütlichem Verweilen am Hafen brechen wir zur Pension auf. Hier treffen wir auf unsere Kollegen, die uns freundlicherweise das Auto von Innsbruck überstellt haben. Nach dem Abendessen in der Pension bzw. Anstoßen mit einigen Grappa und ein paar Flaschen Wein auf Geleistetes haben sie uns dann wieder verlassen. Nach der heutigen Etappe werden wir nicht mehr alt, denn morgen haben wir ja auch noch was vor.....

Der sechste & siebte Tag (Tremalzzoausradeln & Relaxen)

Am Samstag haben wir noch immer nicht genug (oder doch?). Nach ausgiebigen morgendlichen Frühstück in unserer Pension fahren wir mit dem Auto (ungewohnt) am See entlang nach Campione (90). Hier starten wir unsere Ausradl (?) Tour zum Tremalzzo. Von hier aus ist es sicher eine der schönsten Varianten den Tremalzzo zu erklimmen. Von Campione gehts zuerst über die alte halb verfallene Straße neben den See hinauf. Dann fährt man auf einer fazinierenden Fahrstraße (Schluchttunnel, Kreiselüberführung) nach Vesio (700). Von hier weg führt ein toller Weg durchs Val d'Bondo bis zum Passo Nota (1.200). Nur die vereinzelt auftauchenden Autos (die dürfen) und Motoräder (eigentlich verboten) stören die Ruhe. Vom Passo Nota geht's über die Tremalzzoschotterstraße mit tollen Blicken bis zu den Tremalzzotunneln (1.800) hinauf. Diese Tour ist absolut zu empfehlen!! Nur unsere Beine sind heute doch schon ziemlich schwer und die letzten Höhenmeter kommen uns sehr mühsam vor.

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(die werden doch nicht genug haben??)

Am Tremalzzotunnel rasten wir und schauen einem Deutschen zu, der dieselbe Höhe von der anderen Seite mit einen Cabrio überwunden hat (Dem muß das Auto auch egal sein). Er ist gerade dabei, sein Bike vom Biketräger auf der Anhängerkupplung herunterzunehmen. nscheinend sind ihm die negativen Höhenmeter lieber ... naja wem's gefällt. Wir starten nach Foto und Rast hinunter zur Gardahütte (1.700), hier wartet unser Mittagessen. Da der heutige Tag vom Wetter her eher kühl ist (zumindest hier oben), starten wir bald hinunter durchs Val S'Michelle wieder nach Vesio und von hier über den Anfahrtsweg zurück nach Campione. Eine tolle Tour (vielleicht nicht unbedingt Ausradln) nimmt ihr Ende und wir fahren mit dem Auto zurück nach Riva. Wir freuen uns schon auf unser Abendessen in Nago. Dieses ist dann auch ausgezeichnet. Nach einer Portion Muscheln und einer sehr guten Pizza (natürlich Vino e 3x3) fahren wir über Arco (noch einen Drink) in die Pension zur wohlverdienten Nachtruhe.

Am Sonntag haben wir vom Biken dann wirklich genug und wir packen nach gemütlichen Frühstück unsere sieben Zwetschken (mehr hatten wir ja nicht dabei) ein. Nach einem letzten Besuch am Lago fahren wir mit dem Auto nach Innsbruck. Fritz verlässt uns schon vorher in Franzensfeste, um mit dem Zug nach Osttirol zu fahren. Da er in Innichen anscheinend keinen passenden Anschlußzug findet, werden die letzten 30 km noch mit dem Bike genommen. (Ich wußte ja, der hat noch nicht genug!)

Fazit: Nach einer tollen Woche mit vielen Eindrücken werden wir wohl auch 2003 wieder zu einer Radtour durch irgendwelche Botaniken starten.