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Transalp 2005 - knappe 10.000 Höhenmeter - irgendwo zwischen Lienz und Afrika

Ein Bericht von Werner Schwemberger 

Transalp2005

Prolog

1_AbfahrtKarte

Das Flussbett der Gail markiert geologisch betrachtet die Grenze zwischen dem afrikanischen Kontinent (Karnische Alpen) und dem europäischen (Gailtaler Alpen). Das Tal gehört zur Periadriatischen Linie, die vom Lago Maggiore im Tessin mitten durch die Stadt Locarno bis ins Veltlintal, dann zum Adamello, schließlich durch das Puster- und Gailtal über die Karawanken nach Osten zieht. Diese riesige Verwerfung teilt die Alpen in die südliche afrikanische und die nördliche europäische Platte. Man könnte sich einen Scherz machen und behaupten, die Kötschacher wären Europäer, die Mauthner Afrikaner. Fährt man also über die Gailbrücke zwischen beiden Ortsteilen, so überquert man naturphilosophisch betrachtet die Grenze zwischen zwei Kontinenten.

GPX-Track

Nachdem uns 2004 das Wetter einen Strich durch die „Aussichten“ gemacht hat, fahren wir 2005 wieder am, um und über den Karnischen Hauptkamm. Die Planung war mehr als mühsam. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind sehr dünn gesät und man findet kaum Beschreibungen im Internet.

Dafür befindet man sich inmitten einer tollen, einsamen „Gegend“ und wird mit einzigartigen Blicken rund um den Karnischen Hauptkamm belohnt. Massentourismus gibt es nicht – Hin und wieder begegnet man Wanderern. Mountainbiker sind die Ausnahme. Man befindet sich in der sprichwörtlicher „Botanik“.

1. Tag What a nice view (1.739 Hm up) - (moos – passo sivella – costa – monte zovo – val visdende)

1_Tag1

Wir starten diesmal in Moos 1.340 (Nähe Sexten / Sesto) über den eigentlich nicht zu verfehlenden Alp di Nemes Weg zur Nemesalm 1.877. Wir suchen den Startpunkt natürlich fünf Minuten lang. Dieser Weg ist etwas „lästig“ angelegt – flach, dann wieder sehr steil, kommt man nicht richtig in Tritt. Dafür hat man Richtung Westen schon erste tolle Ausblicke auf die Sextner Dolomiten.

1_Dolomiten1_Silvello

Achtung: falls man keine Umwege in Kauf nehmen will, gibt es auf der Nemes Alm die letzte Einkehrmöglichkeit.

Von hier führt der Weg zunächst flach, dann immer steiler und ausgesetzter zum Passo Sivella 2.330 (Kniebergsattel). Wir können aber fast alles fahren - das hängt wahrscheinlich immer von der gerade aktuellen Wegbeschaffenheit ab. Die tollen Blicke auf die Sextner Dolomiten und die in voller Blüte stehenden Almrosen lassen alles kitschig erscheinen

Am Pass (höchster Punkt der gesamten Tour) ist natürlich ein Foto Pflicht. Links geht es von hier zur Obstanser See Hütte (wohl etwas für Wagemutige), rechts geht’s über den Sella del Quaterna hinunter Richtung Kreuzbergpass (sind wir schon gefahren – ist gut machbar).

Wir fahren aber geradeaus hinunter - erst etwas „ruppig“, ab der C.ra di Sivella auf einem schönen Forstweg (teilweise asphaltiert), bis zur Cappella Caduti di Cima Vallona 1.200. Seltsamerweise steht gegen Ende der Abfahrt ein Fahrverbotsschild. Fritz steigt sofort ab und trägt sein Rad – vorbildlich!!

1_Zobo1_tragen

Links und rechts gibt es einige Abzweigungen. Wir fahren aber geradeaus hinunter bis zur Asphaltabzweigung (kurz vor der Cima Vallone) Richtung Costa 1.346. Es ist Sonntag und bei der Cima findet gerade eine Messe oder ähnliches statt. Viele Autos parken hier kreuz und quer - trotzdem oder darum ist auf der relativ flachen, neu asphaltierten Strasse nach Costa kein Verkehr.

1_Dolo1_Madonna

Leider ist Costa ein ziemliches Nest und wir finden hier (wie eigentlich schon erwartet) keine Einkehrmöglichkeit. Wir fahren daher gleich hinauf Richtung (Schild) Monte Zovo 1896.

Erst ist die Strasse steil und ziemlich ausgewaschen – aber irgendeine EU Förderung dürfte hier eingelangt sein, denn weiter oben ist der recht steile Weg komplett neu asphaltiert und wir kommen gut voran. Der ausgebaute Weg endet an einer (wahrscheinlich) militärischen Baracke. Ab dieser führt ein fahrbarer Karrenweg an einem Hüttchen (Notunterkunft) vorbei bis auf ein Plateau, an dem man links ganz hinauf zum Monte Zovo (Sendestation) fahren kann. Zwar geht der eigentliche Weg weiter unterhalb weiter - der Abstecher ist aber empfehlenswert! Für knapp 40 Höhenmeter plus bekommt man tolle Blicke.

Leider beginnt es jetzt leicht zu tröpfeln (Die Wolken haben sich schon die ganze Zeit bedrohlich aufgetürmt – es ist extrem schwül). Martin (neuestens ausgebildeter Wanderführer) meint noch: „Des wird nit mehr“ – Ich bin da anderer Meinung und habe recht. Die Panoramafotos werden also nichts! Auf der Abfahrt Richtung Rif forc Zovo 1.600 bremse ich daher eher wenig. Dieser tolle, etwas schmale Weg führt absolut fahrbar und nur mehr bergab hinüber zum Rifugio. Es gibt eigentlich nur eine Abzweigung, an dieser links den Schildern folgen.

Kurz nach dieser Abzweigung gibt es einen Regenguss (15 min vor der Hütte – Ärger). Glücklicherweise regnet es nicht viel und nach einer guten viertel Stunde unter einem Baum können wir wieder weiterfahren. Im Rifugio wollen wir uns eine Stärkung gönnen, aber um 13:15 hat die „Cucina“ bereits „chiuso“. Man will also kein Geschäft machen – zumindest bekommen wir ein Salami-Panini und Wein ist auch kein Problem. Jetzt kommt schon wieder ein Regenguss, aber in der Hütte ist uns das egal. Nach der Pause fahren wir das Stückchen hinunter (Achtung: mehrer Abzweigungen, also links am Rifugio kurz hinauf) ins Val Visdende zu unserer Rast, dem Albergo Miravalle Localita Pra' Cividella (00390435460598) 1.340 Hm.

Wir verbringen den Nachmittag gemütlich (jetzt wieder bei Sonnenschein) auf der Terrasse und holen uns bei einer Jausenplatte die versäumten Kalorien zurück. Wir werden hier doch glatt von einer ca. 70jährigen angemacht, die uns irgendetwas von ihrem perfekten Englisch vorschwafelt – es handelt sich aber um ein uns nicht bekanntes Englisch. Ist es Angst oder doch der Schmutz - auf alle Fälle flüchten wir zur Körperpflege. Die Zimmer mit Dusche sind in Ordnung. Beim Abendessen zeigen Fritz und Martin wieder ihre Stärke - Nahrungsaufnahme in Massen – beneidenswert! Nach einen gemütlichen Abend holt uns doch die Müdigkeit ein (oder war’s der Wein) und wir gehen schlafen.

1Krieg1_Ziel

2. Tag dov’e la strada? (1.805 Hm up) - (val visdende - piave hütte - passo avanza - forni avoltri - collina - rif. marinelli - casetta in canada)

2_Tag1

Frühstück gibt es normalerweise erst ab acht, aber Peter und ich (=senile Bettflucht) rumoren schon ab sechs uns so wecken wir nicht nur Martin und Fritz, die nebenan schlafen, sondern auch den Wirt. So ist das Frühstück bereits um 7:00 fertig. Dieser Trick zieht doch immer wieder. Alleine wegen der Bemühtheit empfehlen wir diese Unterkunft gerne weiter.

Die heutige Etappe ist fast eine Kopie des Vorjahres – jedoch ohne Regen und mit Aussicht!! Es geht also wieder das Val Visdende hinaus und wir zweigen auf ca. 1.260 Richtung Da Plenta ab. Wir fahren immer Richtung Rifugio Piave 1.830 und lassen erst den Weg 133 Richtung Piave Hütte und dann zweimal den Weg 136 Richtung Piave Hütte rechts liegen.

Nein, wir folgen den Weg 137, der zuerst noch teilweise befahrbar durch den Bach und durch das Dickicht führt, bis er schließlich im Bach verschwindet. Diesmal sind wir natürlich wesentlich lockerer und folgen den Markierungen im Bach. Der Bach führt heuer wesentlich weniger Wasser und so kommen wir viel einfacher und schneller durch dieses Hindernis. Aber Achtung, einfach ist diese Aktion nicht – also Vorsicht!!! Nach einiger Zeit führt der Weg rechts weg vom Bach und wird erst nach einer Schiebepassage und der Durchquerung eines Hangrutsches wieder befahrbar. Die Schwüle in diesen Tal ist enorm und bis kurz vor der Piave Hütte herrscht beinahe „tropisches“ Klima.

2_da_plenta2_Bach

Der Weg wird immer leichter befahrbar und führt dann leicht abwärts zur Hütte. Wir haben nach der Waldfahrt wieder tolle Blicke und rollen zur Hütte zum obligatorischen Fototermin. Für eine Einkehr ist es noch zu früh und so gehen gleich die Abfahrt an.

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Heuer zweigen wir wirklich am Passo Avanza 1.740 links ab. Es folgt nach kurzer Auffahrt eine Rüttelpiste hinunter über die Casa Vecchia. Der Weg ist komplett mit Steinen gepflastert und man muss mehr als aufpassen. Peter macht hier einen Abgang. Er verletzt sich zum Glück (wir sind aber auch sehr langsam) nur leicht. Ein Cut und leichte Abschürfungen sind bald versorgt.

Wir sind heilfroh, als diese Pflastersteine bei ca. 1.350 enden. (Also wer Zeit und Nerven sparen will - am Passo Avanza der Asphaltpiste weiter bis kurz vor Sappada folgen und dann entlang der Bundesstrasse kurz bergauf über Sappada hinunter nach Forni Avoltri!). Kurz nach dieser Rüttelei geht’s bei einer Abzweigung rechts über eine Brücke, dann ein Stück bergauf und anschließend wieder bergab Richtung Forni Avoltri 888. Kurz vorher hat Peter seinen ersten Patschen (3 weitere sollen folgen).

Wie war das mit: „ihr Schwitzer - 4 Schläuche?“.

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Nach diesem Boxenstopp kommen wir bald auf die Asphaltstrasse, die nach Forni Avoltri führt. Hungrig? Unbedingt stehen bleiben! Der nächste halbwegs sichere Kalorienlieferant ist das Rifugio Tolazzi 1350!!! Über Sigiletto, Colinetta und Collina (wieder tolle Blicke) fahren wir auf verkehrsarmer Asphaltstrasse an einem Campingplatz vorbei zum Rifugio Tolazzi. Hier machen wir die mehr als verdiente Rast. Man muss die Bedienung zwar etwas auf Trab bringen (mit dem Kochen wurde gewartet bis noch vier Gäste gekommen waren), dann kann man aber vernünftig essen. Nach ausgiebiger Rast fahren wir den schweren Weg Richtung Rifugio Marinelli 2.111.

Der Weg ist zwar nicht sehr steil, aber das relativ lose Material macht ihn zu einer Herausforderung. Wir kämpfen uns die knapp 800 Höhenmeter hinauf. Zwei Kehren vor Schluss habe ich genug und schiebe – doch zu wenig trainiert! Es sieht zwar aus, als ob es jeden Moment regnen könnte, aber heuer ist uns der Wettergott hold und wir erreichen trocken (abgesehen vom Schweiß) die Hütte. Jetzt ordern wir einige Biere und stoßen auf die erfolgreiche Etappe an. Diese Hütte empfiehlt sich zwar als Einkehr (siehe Vorjahr) – der Downhill bis zur Plöckenstrasse ist aber recht aufwendig und angenehmer nachmittags zu erledigen.

Nach angenehmer Rast nehmen wir die tolle Abfahrt in Angriff. Etwas ruppig, aber komplett fahrbar, führt sie zur Plöckenstrasse. Fritz zeigt uns wieder einmal sein Hinterrad - aber nicht lange – Luft raus aus dem Reifen. Fritz ist schon fleißig beim Flicken, als ich ihn auf die gerissene Speiche aufmerksam mache. Alle drei (Peter ist schon langsam vorausgefahren) haben heuer natürlich Ersatzspeichen mit – Fritz kann sich die Farbe aussuchen. Einspeichen – Zack! - reißt die Ersatzspeiche beim Gewinde ab. Fritz fährt locker mit einer gerissenen Speiche weiter. Mut KANN man sich nicht kaufen.

Wir kommen aber unbeschadet im Albergo Casetta In Canada (00390433.779400) 1.000 an. Absoluter Tipp!!! Essen – Schlafen – Frühstück mehr als bemüht. Fritz repariert gleich seine Felge, zieht den Achter aus und wir können uns dem Abendessen widmen. Der Temperaturen sind so angenehm, dass wir uns anschließend im Freien noch ein paar Flaschen Wein genehmigen.

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3. Tag Wohnt hier wer? (1.777 Hm up) - casetta in canada - laipacco - kronhofer thörl - karnischer höhenweg - obere bischofsalm - steinwender hütte - gundersheimer ochsen alm - oharnacher alm - waidegger alm - übergang vor straninger alm - agritur al cippo - passo cason di lanza - pontebba

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Frühmorgens eine Überraschung – der Wirt schon beim Brötchen holen und die Wirtin: „Ich hab mir schon gedacht, dass ihr früh los wollt – normalerweise gibt’s Frühstück erst ab Acht“ – Lobenswert. Wir bekommen Eier mit Speck und auch sonst fehlt es an nichts. Zusätzlich ist dies hier auch noch eine der günstigsten Unterkünfte unserer Reise.

Hoffentlich mache ich nicht zuviel Werbung: der Wirt meinte noch „wie haben uns die gefunden? Wir werben doch nicht“ – Jetzt schon ;-)

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Zuerst geht’s über die Strasse hinunter bis Laipacco 820 (kurz nach Timau) und dann hinauf, immer den schönen Forstweg entlang bis zum Rifugio Casera Pramosio 1.521. Neben der Alm ist ein Steinbruch, deshalb ist der Weg sehr gut und relativ flach angelegt. Allerdings fährt zweimal ein LKW an uns vorbei – das staubt. Das ist hier die letzte Einkehrmöglichkeit bis zur Oberen Bischofsalm. Nach der Alm geht’s zuerst flach und dann sehr steil zum Passo Pramosio / Kronhofer Thörl 1.850. Ist zwar ein gut befestigter Weg – uns ist er zu steil – schieben. Kurz vor der Cra della Manze geht der Weg scharf rechts Richtung Thörl.

Man befindet sich wieder mitten im Krieg – Stellungen, Tunnels und Schützengräben zeugen vom Wahnsinn, der hier stattfand. Die Blicke rundum sind wieder faszinierend!! Fritz und Martin überlegen sich schon, hier in Immobilien zu investieren und besichtigen etwas länger. Anschließend melden sie, dass keiner mehr hier wohnt.

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Ich werde wieder einmal nervös – viel ist vom heutigen Tag noch nicht erledigt! Für die folgende Passage sollte man etwas an Zeit einrechnen. Zuerst führt ein noch fahrbarer Trail (eigentlich falsch Richtung Westen) hinunter zum Karnischen Höhenweg Nr.: 403. Unten angekommen sieht der jetzt wieder richtig Richtung Osten führende Pfad fahrbar aus. Der Pfad ist aber sehr verwachsen (man sieht teilweise die Fahrspur nicht) und alle 20 bis 40 Meter befindet sich ein lästiger Stein oder eine rutschige Wurzel, die zum Absteigen zwingt. Da der Pfad schmal und die Pflanzen recht feucht sind, fahre ich hauptsächlich deshalb, um die Schuhe trockener zu halten. Man erkennt an manchen Stellen, wie gut und breit der Weg früher einmal gewesen war.

Endlich erreichen wir die Abzweigung links hinunter zur Unteren Bischofsalm. Hier kann man sich entscheiden – entweder geradeaus noch etwas lästig zum Forstweg oder steil links hinunter - knapp 50 Höhenmeter verlierend - zum selben Forstweg. Es ist wahrscheinlich kein Unterschied. Wir bleiben geradeaus und treffen auf den Forstweg, der jetzt in angenehmer Steigung hinauf auf ca. 1.640 und dann hinab zur Oberen Bischofsalm 1580 führt.

Hier gäbe es wieder Bier und Käse – Martin und Fritz sind schon fast überredet – Zum Glück fragt der Bauer, ob sich jemand bei Elektrik auskennt – das riecht nach Arbeit - also weiter.

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Der hier weiterführende Weg sieht recht unbenutzt aus und ist daher auch schwer zu befahren. Weiter oben wird er sogar so steil, dass Schieben angesagt ist. Wir kommen an einem Joch zwischen Zollner Alm (links) und Steinwender Hütte 1.720 an. Aus Faulheit verfahre ich mich das erste Mal – wahrscheinlich übermotiviert (Richtig: Erst links Richtung Zollner Alm und dann rechts). So tragisch ist es aber nicht, wir fahren zwar etwas in der Botanik, münden aber direkt zur Steinwender Hütte.

Mir widerstrebt es, in einer Alpenvereinshütte einzukehren (Preis/Leistungsverhältnis), doch wir tun es trotzdem. Hier ist der Preis höher, dafür werden wir aber ausgezeichnet bewirtet – kann man sich ruhig gönnen!! Wir machen eine ausgiebige Rast und Martin leiht sich Rohrzange und Hammer für die Reparatur seines verbogenen Schaltauges aus – in den folgenden Tagen wissen wir immer anhand der Geräusche, wo Martin ist ;-)

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Weiter geht’s!! Wir fahren über den neuen Weg (etwas auf und ab) an der Gundersheimer Ochsen Alm 1.718 (unbewirtschaftet) vorbei und zweigen nach einer Linkskehre (!!!Achtung!!!) rechts auf den Pfad (grüner Pfeil) zur Oharnacher Alm 1.532 (Bier würde es geben) ab. Der Trial hinunter zur Oharnacher Alm ist fast komplett fahrbar. Von hier den schönen (neuen) Forstweg hinauf zur Waidegger Alm 1.745 (Bier würde es geben) folgen und dann noch weiter bis auf ca. 1830 zum Übergang zur Straninger Alm 1.480.

Toll ist hier die Rundumsicht – Richtung Westen können wir zurück bis zur Steinwenderhütte sehen und Richtung Osten bis zum Lanzenpass - unserm nächsten Ziel – unglaublich, welche Entfernung wir bereits erledigt haben!

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Wir fahren hinunter bis kurz vor die Straninger Alm. Diese kennen wir schon von einer Erkundungsfahrt (sonst hätten wir diesen Weg nie gefunden). Die Alm ist als Einkehr zu empfehlen. Wir wollen aber noch die letzte Hürde schaffen und fahren den Schildern Richtung Staatsgrenze folgend über eine „Brücke“ durch ein Moor - zuerst noch bergauf 1.578 und schließlich steil bergab bis zur C.ra Valbertad Alta ca 1.500. Hier nicht rechts hinunter, sondern geradeaus wieder etwas bergauf und dann wieder steil bergab bis zur Asphaltstrasse bei der Agritur al Cippo 1.400 fahren. Umgekehrt scheint mir dieser Weg wohl nicht empfehlenswert!

Nun folgen wir dieser in gemütlicher Steigung angelegten Strasse bis zum Passo Cason di Lanza 1.550. Geschafft!!!! Wir nicht die Etappe. Wir kehren endlich wieder ein und tanken nach. Aus Tourenberichten befürchte ich noch das Schlimmste für die Abfahrt nach Pontebba. Inzwischen ist diese Strasse aber (dürfte heuer passiert sein) komplett neu asphaltiert und hergerichtet – so rauschen wir bis zum nächsten Patschen von Peter (Ventil abgerissen) hinunter. Wie war das mit den Schläuchen? Dann geht es ohne weitere Unterbrechungen über das faszinierende Sträßchen weiter bis Pontebba 570. Witzigerweise wird ab dem Ortsschild Pontebba, das sich noch weit innerhalb des Tales befindet, die Strasse schlechter. Hier baut man anscheinend von oben nach unten.

Übrigens braucht man sich wegen des Verkehrs keine Sorgen zu machen – Hier sagen sich nicht einmal Fuchs und Hase Gute Nacht! Das einzige, was es in Pontebba in Hülle und Fülle gibt, ist Schotter!! Unsere Nächtigung wird fast zum Disaster. Die Unterkunft Caffee Vecchio ist zwar billig und die Zimmer sind in Ordnung, jedoch gibt es keine Essensmöglichkeit. Keine Sorge – Pontebba ist ja groß – HAHAHA – die Recherchen ergeben zwei Essenmöglichkeiten – Albergo Commercio und Albergo Azzura – diese wären eher als Nächtigung zu empfehlen.

Zusatzinfo: Im Geschäft mit Motorsensen in der Auslage gibt es sogar Fahrradschläuche!! Im Albergo Azzura essen wir abends eine sehr gute Pizza und kommen so doch noch zu unserer wohlverdienten Belohnung. Heute zeigt sich auch Peter motiviert und nascht bei der Nachschlagpizza mit – Bravo!!

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4.Tag Mit wie wenig man doch zufrieden sein kann!! (2.037 Hm up) - pontebba - dogna - chiout - rif grego – agritur prati oitzinger - monte santo di lussari

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Unser Morgentrick funktioniert nicht!!! Wir bekommen erst um 7:30 einen Kaffee und Krapfen und Hörnchen kommen gar erst um acht. Ich hülle den Mantel des Schweigens über dieses Frühstück. Abfahrt! Abfahrt! Aber Peter hat einen Patschen – über Nacht ist im die Luft ausgegangen (wie war das) – also noch eine viertel Stunde Wartezeit, aber dann nichts wie weg aus diesem ungastlichen Ort!

Wir folgen von Pontebba der Hauptstrasse und münden transalplike in die Schnellstrasse 13. Ist aber kein Problem, da die Strasse mit wenig Verkehr (parallel verläuft die Autobahn) leicht bergab bis nach Dogna 425 führt. Mit einen lockeren 40’er rollen wir bis Dogna, fahren von der SS13 ab und folgen nun den Hinweisschildern ins Val di Dogna. Nur Fritz und Martin vergessen zu bremsen und fahren bei der Abzweigung geradeaus. Na wenn’s halt so gut rollt! Nun folgt die geniale Strasse ins Val di Dogna. Wieder wurde wegen des Krieges eine Strasse gebaut, die einen nur zum Kopfschütteln bringt.

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Wenn man keine Definition für „Gottverlassen“ hat, sollte man in dieses Tal fahren! !18! Kilometer führt diese Strasse, teilweise verwegen in den Fels gebaut, über Chiout 863 bis zur Rifugio Grego 1.389 (letzten 10 Minuten Forstweg). Einwohner wird es in diesem Tal wohl knapp 180 geben! Unglaublich, dieser Aufwand! Einkehrmöglichkeit gibt es nur bei der C.ra Plan die Spadovai (auch Nächtigung) ca. 1.150 – kurz davor ist auch noch ein Gasthaus, bei der C. ra Sampdogna ca 1.320 (links oberhalb des Weges) und beim Rifugio Grego. Beim Rifugio genehmigen wir uns ein Bierchen vor der Abfahrt.

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In den Karten ist zwar ein Maultierpfad in weitläufigen Serpentinen eingezeichnet – diesen finden wir aber irgendwie nicht und fahren den markierten Steig, steil und mit nassen Laub bedeckt, (=unfahrbar) hinunter. Der Maultierpfad sollte rechts vom Steig weggehen – also vielleicht vorher den Hüttenwirt fragen! Nach knapp 100 Höhenmetern finden wir den Pfad und können über diesen recht gut abfahren. Der Pfad wird immer breiter bis er zur breiten Militärstrasse wird. Wir münden ins Val Saisera bei der Malga Saisera (unbewirtschaftet) 1.000.

Links und rechts des Weges befinden sich verfallene militärische Anlagen. Wir fahren weiter und wollen beim Rifugio Montasio 860 einkehren. Heute (Mittwoch) ist Ruhetag! Angst! Hunger! Aber einen Pfeil hab ich ja noch im Köcher, wir fahren weiter hinunter und dann rechts hinauf zur Agritur Prati Oitzinger (Nächtigungsmöglichkeit). Ein wahrer Glückstreffer – absolut empfehlenswert – Perfekt Mittag gegessen.

Laut Wetterbericht soll es heute Gewitter geben. Rundherum sind zwar einige Gewitterwolken, diese sehen aber nicht so tragisch aus. Obwohl es kurz tröpfelt, starten wir zum Schlussanstieg zum Monte Santo di Lussari 1.780. Man kann direkt unterhalb der Agritur (in Fahrtrichtung) links hinüber zum Weg auf den Monte Lussari fahren (das letzte Stück ist in den Karten noch nicht eingezeichnet). Kaum sind wir 20 Minuten von der Hütte entfernt, fängt es an zu regnen – super. Peter und ich stellen uns unter einen Baum und warten den Guss ab (Martin und Fritz sind etwas voraus) – nach ca. einer viertel Stunde ist der Spuk vorbei und es geht über den schwer fahrbaren Weg (steil und loses Material) weiter.

Peter hat heute etwas Probleme mit den Beinen und schiebt daher lieber - ich kämpfe noch fahrend mit dem Weg und erreiche Martin und Fritz gerade noch bevor ein Gewittersturm über uns hereinbricht. Wir haben Riesenglück und finden zusammen mit einem Wanderer den einzigen trockenen und geschützten Unterstand weit und breit. Eine kleine Kaverne dient uns als Unterstand. Wir retten noch die Rucksäcke und warten das Gewitter mit Hagel und extremen Regenguss ab. Wir sind heilfroh über dieses Plätzchen und es stört uns ausnahmsweise nicht, das es keine Ausschank gibt.

Peter hat nicht soviel Glück, mit seiner Regenpanier schützt er sich gegen das Wasser, mit dem Helm gegen den Hagel. Er sieht nicht sehr begeistert aus, als er uns erreicht. Nach dem Unwetter reißt es langsam wieder auf und wir fahren bei besser werdendem Wetter weiter zum Monte. Der Anblick ist genial. Ein großer Wallfahrtsort ist hier auf knapp 1.800 Meter entstanden.

Die Blicke rundherum sind absolut Top – sollte man sich unbedingt einmal antun. Wir finden bald unsere Unterkunft Restaurant Rododendro (00390428-653923) das keine Wünsche offen lässt. Wir gönnen uns ein paar Bierchen und beziehen unsere Zimmer. Gleich wird auch vereinbart, dass der Ofen angeheizt wird. Jetzt kommt auch schon das nächste Gewitter mit extremen Windböen. Uns ist es egal, wir haben ja befestigten Unterstand!

Als der Strom ausfällt, werden wir schon nervöser – Abendessen ohne Strom? Aber alles wendet sich zum Guten und unser Glück ist uns wieder hold. Fritz heizt den Ofen ein – alle Sachen können getrocknet werden. Bald ist der Strom wieder da und wir bekommen ein vorzügliches Abendessen. Nach einigen Flaschen Wein auf diesen Schrecken gehen wir zur wohlverdienten Nachtruhe.

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5 Tag flexibel muss man sein (2.392 Hm up) - monte lussari - camporosso - ugovizza - lomsattel - zollhütte - eggeralm - hermagor - radnig – radniger alm - radniger sattel - bodenalm - weissensee - greifenburg

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Nach geruhsamer Nacht sind Peter und ich um 6:30 schon wieder frühstücksbereit. Wir befragen den Fernseher nach den Wetterdaten und beschließen kurzfristig, einen Tag zu verkürzen. Für Morgen wird absolutes Schlechtwetter angesagt und da die Schlussetappe ohne Runde auf den Mangart nur unwesentlich länger wird, streichen wir einen Tag. Eine weise Entscheidung, wie sich noch herausstellen wird!!!

Nach einem ausgezeichneten Frühstück fahren wir schon sehr früh Richtung Camporosso 800 los. Zuerst geht es zurück zur gestrigen Abzweigung zum Lussari und dann nach Osten weiter. Gleich kommt man zur Abzweigung links nach Camporosso. Mit der Mangart Etappe wären wir hier geradeaus gefahren. Wir stechen aber jetzt links auf den extrem steilen Weg hinunter. Wir kommen an einer Alm vorbei und fahren dann wieder den sehr steilen, teils ausgewaschenen und ruppigen Weg weiter. Hier muss man ganz schön fest in die Bremsen greifen. Trotzdem kommen wir gut voran.

Plötzlich liegen jede Menge Bäume kreuz und quer über den Weg. Eine Windböe des gestrigen Gewitters dürfte uns diese Hürde eingebaut haben. Kletternd, kriechend und fluchend kämpfen wir uns durch dieses Dickicht. Die noch feuchten Baumstämme machen die Kletterei auch nicht einfacher. Doch das kann uns nicht aufhalten. Diesen steilen Weg zurückschieben ist absolut keine Option.

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Weiter unten sind Arbeiter bereits bei der Beseitigung eines anderen Windwurfes und erleichtern uns die Abfahrt ungemein (Grazie). Schließlich münden wir in Camporosso 800 und fahren auf der Schnellstrasse 13 nach Ugovizza 770.

Das Kanaltal im Friaul wurde bei einem heftigen Unwetter im August 2003 von einer Schlammlawine nahezu verschüttet, ganze Häuserzeilen zerstört. Trotz spontaner und großer Hilfsbereitschaft - auch aus dem benachbarten Ausland - sind die Spuren der Verwüstung auch heute knapp ein halbes Jahr nach der Katastrophe noch überall sichtbar.

Hier sieht es wirklich nicht gut aus, die halbe Kirche fehlt und bei manchen Häusern steht der Schotter bis unters Dach. Schon in Pontebba und in Val Saisera konnten wir Spuren dieses Unwetters sehen. Von hier geht’s nach Norden über eine flach angelegte Strasse Richtung Lomsattel 1.460. Die Strasse wird gerade wieder hergerichtet und man sieht überall die Spuren der Verwüstung. Bei der Osteria Camoscio 1.136 (würde zur Einkehr einladen) fahren wir rechts in Val di Uqua.

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Wir münden an einen kleinen Parkplatz 1.200 und mir passiert ein „Faux Pass“, Übermotiviert oder einfach nur zu faul fahre ich gerade aus weiter und erst bei Seehöhe 1.500 kommt mir das ganze spanisch vor. Mein Ärger ist riesengroß, wo immer dieser Weg hinführt (sieht so aus, als ob er rein zur Verbauung des Baches dient) – er führt auf alle Fälle nicht zum Lomsattel - wir kehren um und müssen den ganzen Weg zurück zum Parkplatz rollen. Hier wird’s erst richtig lustig. Bei dem Unwetter 2003 hat der Bach den Weg geklaut.

Ohne unser GPS (Danke Peter) wären wir hier aufgeschmissen. Verzweifelt suchen wir den Weg. Zuerst steuern wir zur Rif. Nordio-Deffar, diese ist mit Brettern vernagelt und auch hier hat der Bach seine Spuren hinterlassen. Einigen Hinweisschildern folgen wir über eine planierte Fläche an einer wieder freigelegten Hütte vorbei bis zu einen Hinweisschild Richtung Lomsattel. Wir sind uns wieder sicherer – das muss der Pfad sein. Wir wollen aber auf den Weg – rechts führt auch ein Weg weiter, nach einigen Meter sehen wir am GPS, dass das sicher nicht der richtige Weg ist. Zähneknirschend folgen wir dem Steig, der extrem steil und rutschig bergauf geht.

Endlich erreichen wir den gesuchten Weg. Links ist eine Absperrung - der Bach dürfte ganze Arbeit geleistet haben!! Wer jetzt denkt, das war’s: nicht auf diesem Weg! Extrem steil und ausgewaschen haben wir Mühe auf diesem Weg überhaupt zu schieben! Erst ganz oben wird er flacher und das Schieben erträglich.

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An einem Hinweisschild folgen wir Richtung Gösser und nach 10 Minuten erreichen wir dann endlich den Lomsattel (Dolinzaalm)!!! Es gibt eine andere, neue und wahrscheinlich bessere Möglichkeit – bei der Osteria Camoscio links den Weg Richtung Forc di Fontana Fredda / Kalter Brunnen 1.692 folgen. Auf österreichischer Seite ist inzwischen ein Weg eingezeichnet, der über ein Forsthaus direkt zur Dellacher Alm führt. (In der Nähe eines Forsthauses entweder rechts in den Kesselwaldgraben biegen oder geradeaus direkt zur Dellacher Alm).

Wäre nett, wenn sich jemand melden könnte, der diese Überquerung bereits getestet hat.

Der Alpengasthof Starhand am Lomsattel hat geschlossen und wahrscheinlich nur am Wochenende offen. Schade, nach dieser Anstrengung hätten wir hier gerne ein Bier getrunken. Also weiter, zuerst flach und dann steil, teilweise asphaltiert hinunter bis zu einer Brücke über den Vorderberger Wildbach.

Ratet einmal, wer einen Patschen hat – wie war das? Erst jetzt bemerken wir das eigentliche Problem bei Peter. Sein Mantel hält nicht richtig auf der Felge und dadurch verschiebt sich der Schlauch immer, bis das Ventil abreißt. Ab jetzt wird alle 10km die Felge umgedreht (hinten wär’s blöder). Ab der Brücke geht es erst Richtung Osten und bei der Zollhütte 1.100 (nähe Kouschitzalm) wieder Richtung Westen weiter. Erst ab dem Ende der Asphaltstrasse wird der Weg steiler, ist aber bis zur Dellacher Alm 1.362 gut zu befahren.

Obwohl der Durst groß ist, will ich noch bis zur Egger Alm 1.422 weiterfahren. Martin wird das erste Mal nervös „HAT DIE GARANTIERT OFFEN!!??“ – nur keine Panik. Die Egger Alm ist nicht mehr weit und dort werden wir ausgezeichnet bewirtet.

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Jetzt stoßen wir kräftig und mehrmals auf dieses heutige Abenteuer an. Nach dieser gemütlichen Rast fahren wir über die Asphaltstrasse bis Hermagor 600 ab. In einer Kehre genießen wir die Aussicht und als ich wieder aufsteigen will rutsche ich vom Pedal ab und falle der Länge nach hin - !!STURZ!! Ich haue mir doch glatt das Knie an, aber viel schlimmer: mein Schaltauge ist verbogen. Im Gegensatz zu Martin benötige ich keine Rohrzange, sondern biege mit roher Gewalt mein Schaltauge gerade (meins macht danach aber auch keine Geräusche). Gott sei Dank ist Peter mit dem Fotoapparat schon voraus gefahren und so gibt es kein Beweisfoto.

Nach diesem Schrecken geht’s weiter über Hermagor nach Radnig 722. Von hier führt ein wunderbar angelegter Forstweg zum Radniger Sattel 1.558. Wir vergessen in Radnig, die Trinkflaschen aufzufüllen – auf der ganzen Auffahrt gibt es kein Wasser und das bei diesem schwülen Wetter (36Grad) – Hölle! Dadurch rinnt der Radler (ja sogar Martin) auf der Radniger Alm rekordverdächtig die Kehlen hinunter.

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Danach folgt die Belohnung des heutigen Tages – die eigentlich als unfahrbar beschriebenen ersten 200 Höhenmeter hinunter zur Bodenalm 1.231 erweisen sich als wahrer Superrutsch. Der Weg ist sehr steil und die Befahrbarkeit dürfte Abhängig davon sein, wie lange das letzte „Ausputzen“ her ist. Nach diesem Highlight münden wir in einen immer besser werdenden Forstweg und rollen diesen (mehrere Abzweigungen – orientieren) entlang bis wir endlich die ersten Blicke auf den Weißensee haben.

Nun rollen wir noch gemütlich über die Brücke über den Weißensee nach Techendorf 945 und noch etwas auf und ab bis zum Kreuzwirt. Von hier geht es in rasanter Abfahrt noch hinunter bis Greifenburg 615. Da sich die Gewitterwolken schon wieder bedrohlich auftürmen, beschließen wir die Transalp hier zu beenden und uns abholen zu lassen (Danke Annemarie).

Epilog

Am Freitag regnet es den ganzen Tag – Zum Glück haben wir dem Wetterbericht vertraut! Nach einer Tour mit unendlich vielen Eindrücken können wir diese „Gegend“ mehr als empfehlen! Unbedingt machen - abseits der Trampelpfade ist das Abenteuer einfach größer.

GPS - Resüme

Gefahren wurde mit einem Pocket-PC Marke Typhoon 6500. Speicherkarte 512 Mb und integrierter Antenne. Die Karten für Südtirol habe ich gescannt und anschließend kalibriert. Die Genauigkeit hat mich positiv überrascht - die Karten mit Kartengitter hatten keine Abweichungen, die ohne Gitter maximal 50 m. Für Österreich verwendeten wir einen Fugawi Auszug aus der BEV Karte.

Als Software war sowohl OZI-Explorer als auch Fugawi in Verwendung. Die Wegpunkte wurden zuerst am PC festgelegt. Das hat den Vorteil, im Gelände rasch am doch kleinem Bildschirm schnell die Orientierung zu finden. Das Gerät habe ich in einem Alugehäuse aus dem die Klappantenne herausschaut, im Trikot eingesteckt. Die Stromversorgung erfolgte über den internen Akku. Der Bildschirm wurde mit dem Programm ScreenOff abgeschaltet.

Für eine Etappe reichte der Akku, zur Vorsicht hatte ich jedoch eine externe Batterie mit. GPS wird ab nun ein fixer Bestandteil bei unseren Touren sein. Es gibt nichts Angenehmeres, als mit einem kurzen Blick auf das Gerät die Wegwahl bestätigt zu wissen!