Banska Bistrica

X-Tracks zum Download: Rund um Banska Bistirica

Der Tag beginnt, wie es sich mittlerweile gehört: mit Regen. Nicht sintflutartig, nein – nur dieses gemütliche Getröpfel, das einem sofort klar macht, dass die geplante Tour vor dem Transfer nach Banská Bystrica heute eher etwas für Enten wäre. Also streichen wir sie kommentarlos. Der Wettergott hat ohnehin das letzte Wort.

Vor der Abreise bezahlen wir noch unsere Rechnung. Und siehe da: Zum ersten Mal auf dieser Reise gibt's einen Rabatt auf unsere Konsumation! Offensichtlich sind wir inzwischen in der Kategorie "Stammgäste mit hohem Umsatz" angekommen. Man könnte auch sagen: Unser Durst wurde endlich belohnt.

Die Fahrt nach Banská Bystrica verläuft überraschend unspektakulär. Kein Stau, keine Umleitung, keine Schotterpiste – fast schon langweilig. Sogar das Wetter zeigt ein Einsehen und stellt den Regen zumindest vorübergehend ab. Währenddessen organisiere ich per WhatsApp unser Appartement samt Parkplatz. Wenige Sekunden später trudeln Videos ein, die uns den Weg zur Unterkunft zeigen. Früher gab's Wegbeschreibungen auf Servietten, heute produziert der Vermieter gefühlt einen eigenen Hollywood-Trailer.

Geplant war unsere Ankunft für 17 Uhr. Wir schaffen es natürlich bereits um 11 Uhr. Offenbar haben wir den Begriff "Check-in-Zeit" etwas großzügig interpretiert. Also nutzen wir die gewonnene Zeit sinnvoll und kaufen das Wichtigste für das Frühstück ein: Bier, Bier und – damit die Ernährungspyramide nicht völlig zusammenbricht – auch Brot und Wurst.

Der Parkplatz ist schnell gefunden, die Schlüssel warten brav in der Keybox. Im Appartement überraschen wir allerdings das Zimmermädchen, das gerade mitten beim Putzen ist. Ihr Gesichtsausdruck verrät, dass wir wohl nicht im Drehbuch standen. Wir stellen unser Gepäck ab, entschuldigen uns höflich und verschwinden lieber wieder auf unsere Fahrräder.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen finden wir im Internet noch eine kleine Rundtour. Perfekt – denken wir. Auf kleinen Schleichwegen umrunden wir die Stadt, das Ziel wäre eine gemütliche Berghütte gewesen. Wäre.

Denn kaum läuft alles nach Plan, ziehen am Horizont wieder diese vertrauten dunklen Wolken auf. Die Slowakei scheint uns ein klares Motto vermitteln zu wollen: Ohne Regen fehlt euch doch etwas! Wir beschließen daher, der Natur heute nicht die Gelegenheit zu geben, uns einzuweichen, drehen um und treten den geordneten Rückzug an.

Zurück im Appartement folgt die Verwandlung vom verschwitzten Radfahrer zum halbwegs gesellschaftsfähigen Touristen. Hübsch machen ist vielleicht etwas übertrieben – sagen wir lieber: Wir erreichen wieder einen Zustand, in dem andere Gäste das Lokal nicht fluchtartig verlassen müssen.

Ein gemütliches Restaurant ist schnell gefunden und der Abend endet deutlich trockener als der Tag begonnen hat.

Besonders angenehm überrascht uns Banská Bystrica mit seinen Öffnungszeiten. Die Geschäfte haben sogar am Sonntag geöffnet, und der Bäcker gleich ums Eck versorgt Frühaufsteher ebenso wie Langschläfer – geöffnet von 6 bis 21 Uhr. Unser Appartement entpuppt sich ohnehin als Volltreffer: riesig, jeder hat sein eigenes Schlafzimmer, nur drei Gehminuten bis zum Hauptplatz und das Ganze für gerade einmal 90 Euro pro Nacht.

Fazit des Tages: Die geplante Tour ist zwar im Regen versunken, dafür haben wir Rabatt bekommen, ein großartiges Appartement gefunden und sind trocken beim Abendessen angekommen. Man muss die Erfolge feiern, wie sie fallen – oder eben nicht vom Himmel fallen.

Es wird nicht schön werden?

Rundfahrt gefällig?

Wir testen die Biersorten...

ein nettes Städtchen

Parks

unsere erste Rundfahrt

Aber im Norden kommt ein Gewitter - im Süden noch gut

Kühlschrank ist mit den Grundnahrungsmitteln gefüllt

Die Preise sind ok :-)

Abendstimmung am Hauptplatz