Basar und Ala-Archa-Nationalpark
Eigentlich wollten wir gestern die Route Karakol – Dzheti-Oguz-Schlucht – Kyzyk-Dzhar-Canyon fahren. Doch der Plan änderte sich – und so steht heute der Basarbesuch auf dem Programm. Bolot wartet schon mit dem Bus vor dem Hotel, der Motor brummt, wir steigen ein.
Durch einen Rundbogen tauchen wir direkt ins bunte Chaos des Marktes ein: Stimmengewirr, Duft von frischem Gebäck, das leuchtende Rot von Tomaten, das Gelb reifer Melonen. In der Fleischhalle ist es kühler als draußen, aber von „Frischhalte-Temperaturen“ keine Spur. An langen Tischen wird Fleisch zerlegt, Rind, Schwein, Schaf – mitsamt allen Innereien. Wir sind froh, dass unsere Mägen heute robust sind. Ein Verkäufer fragt: „Woher?“ – „Austria.“ Sofort beginnt er zu strahlen: „Prohaska! Krankl! Austria Wien!“
In der Käsehalle locken würzige Düfte, daneben stapeln sich Gläser mit goldenem Honig. Bei den Gewürzen greift Martin zu Safran und feurigem Chili. Im Gemüsebereich lachen uns Tomaten an – ein Kilo für gerade einmal 20 Som, umgerechnet 20 Cent. Werner sucht ein Souvenirshirt, und Alex lotst uns zu den Bekleidungsständen. Ich entdecke zufällig im Regal eine Reihe Matrjoschkas – der Auftrag meiner Frau ist damit erfüllt.
Wir schlendern weiter, vorbei an Schuhmachern, Schneidern und einer ganzen Galerie von Nähmaschinen – vom antiken Fußpedalmodell bis zur modernen Elektromaschine. An den Dessousständen gehen wir mit einem schnellen Blick und einem Schmunzeln vorbei.
Zurück am Bus hat Alex einen neuen Vorschlag: Ala-Archa-Nationalpark. Ein Traumziel! Der Eingang liegt 24 Kilometer von Bischkek entfernt, auf 1.600 Metern Höhe. Am Ticketschalter (200 Som Eintritt) passieren wir Drehkreuze, steigen wieder in den Bus und fahren bis auf 2.200 Meter hinauf, wo die Wanderung beginnt.
Bernard ist trotz Schlüsselbeinbruch mit dabei. Alex erzählt, dass hier gerade die erste Seilbahn Kirgistans entsteht. Wir folgen einem Schotterweg bis zum Aussichtspunkt „Zerbrochenes Herz“ – ein imposanter Granitfelsen, der wie ein gespaltenes Herz wirkt. Der Blick in die beiden Hochtäler ist überwältigend.
Als der Hunger ruft – es ist inzwischen 15 Uhr – kehren wir zurück. Wenige Kilometer talwärts finden wir ein Restaurant mit lauter kleinen Pavillons im Park. Bier? Fehlanzeige. Doch Alex und Bolot sind wahre Helden: Sie fahren zum nächsten Laden und kommen mit kühlen Flaschen zurück. Dazu bestellt Alex vier große Forellen.
Erst kommen Pommes und Gemüse, dann zwei gewaltige Fische. Bolot filetiert sie gekonnt, und wir essen mit Genuss. Als wir satt sind, kommen noch zwei Forellen vom Grill – kosten geht noch, mehr nicht. Der Rest wird eingepackt.
Satt, zufrieden und ein bisschen müde erreichen wir das Hotel. Abendessen? Brauchen wir nicht mehr. Unsere Begleiter bekommen ein gutes Trinkgeld, wir verabschieden uns herzlich.
Den Tag beschließen wir mit einem Bier im „Istanbul“. Martin erfährt hier das Geheimnis des Biers: Gefiltert oder ungefiltert – und das ungefilterte ist das Beste.
Zurück im Hotel probieren wir noch Cognac und Wodka. Bald ist die nötige Bettschwere erreicht. Wecker auf 2 Uhr, Taxi um 2:30 – der Flug ruft.

Basar

vergorene Stutenmilch

Brot

Geflügel -gekühlt:-)

Fleischhalle

Gemüse

Gewürze


alles für das Pferd

und für das Rad

neueste KI Nähmaschinen

Eingang Nationalpark

Transportbus

Schneeleopard




auf dem zerbrochenen Herz

Forelle stehend

Forelle flach

Wasserpfeife

Abflug nach Hause