Von Bischkek ins Suusamyr-Tal
Biken 70 km, 95 Hm
GPX-Tracks zum Download: Transfer Bischkek- Suusamyr Tal, Biketour, Transfer Apan Aral
Morgenstund hat Gold im Mund. Nach einem üppigen Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offenlässt, packen wir unsere Taschen und rollen die Räder zum Bus. Unser Guide Alex und Fahrer Bolot verzurren die Bikes routiniert auf dem Dach – und schon geht’s los.
Unser Gefährt: ein Mercedes-Benz 4WD-Bus mit stolzen 400.000 Kilometern auf dem Tacho, der trotzdem schnurrt wie ein Kätzchen. Die Ausfahrt aus Bischkek ist eine Lektion im zügigen Fahren – überholt wird links und rechts, begleitet von einem kurzen Hupen, damit der Vorausfahrende nicht die Spur wechselt. Die Ampeln zählen die Sekunden bis zum Umschalten herunter – ein System, das uns ziemlich gut gefällt.
Ein erster, wichtiger Zwischenstopp: Alex besorgt das Mittagessen, wir kümmern uns um das Bier. Mit Händen, Füßen und Übersetzungs-App versuchen wir, zwei Paletten zu kaufen. Nach fünf Minuten wird klar: Alles Bier, das der Laden führt, steht in der Kühlvitrine – Moslems trinken schließlich kaum Alkohol. Also Schachtel her, Vitrine ausräumen – Mission erfüllt, wir sind versorgt.
Dann folgt die lange Auffahrt: 156 Kilometer und 2.730 Höhenmeter über Kara-Balta und den Too Ashuu Pass (3.125 m), durch einen fast drei Kilometer langen Tunnel, hinein ins grüne Suusamyr-Tal. Auf 2.130 Metern entladen wir die Räder – die erste Tour kann beginnen.
Die Straße ist kaum befahren, nur ab und zu rumpelt ein Heutransporter oder Geländewagen vorbei. „Straße“ ist allerdings ein großzügiger Begriff – wir fahren auf einer Schotterpiste mit welligem Untergrund, dessen rhythmische Bodenwellen unsere Zähne ordentlich klappern lassen.
Hinter uns türmen sich dunkle Wolken, und der Wind pfeift vom Pass herunter. Bald beginnt es zu tröpfeln, dann schüttet es in Strömen. Zum Glück ist Bolot nur 50 Meter hinter uns – Räder in den Straßengraben, rein in den warmen Bus.
Eine halbe Stunde später klart es auf, und wir radeln weiter. Der Magen knurrt – Zeit fürs erste Picknick am Fluss Kokomeren. In Windeseile bauen Alex und Bolot Tisch und Bänke auf, schneiden Wurst, Käse und Brot, dazu gibt’s Kaffee, Kekse, Kuchen – und natürlich ein Bierchen.
Gestärkt geht’s durch den Kokomeren-Canyon, vorbei an leuchtend rot-gelben Felswänden. Wieder ziehen schwarze Wolken auf, diesmal haben wir Glück: Der Wind treibt den Regen an uns vorbei.
In der Nähe des Dorfs Aral verladen wir die Räder erneut und fahren die letzten 70 Kilometer nach Kyzart. In Kirgistan bedeutet das: doppelte Fahrzeit, denn Schlaglöcher und Bodenwellen bestimmen den Rhythmus.
Das Kyzart Hotel – ein uriges Guesthouse aus Holz und Lehm – empfängt uns herzlich. Die Zimmer sind sauber, das Abendessen ausgezeichnet, sogar Bier ist vorhanden. Ein Hinweis am Rande: Toilettenpapier gehört hier in den Abfallkübel, da die Kanalisation empfindlich ist.
Müde, aber zufrieden fallen wir ins Bett – der morgige Tag kann kommen.

reichhaltiges Frühstücksbuffet

Fritz kontrolliert die Beladung

der wichtigste Part - Bier bunkern!

Too Ashuu Pass Blick zurück


Denkmal am Viewpoint

Tunnelfahrt

Suusamyr-Tal

Start der Radtour

und wieder Stopp wegen Starkregen

Gott sei Dank fährt der Bus hinter uns!

Picknick Vorbereitung

Bolot schneidet auf

hier kann man die Rüttelpiste erahnen - ganz am Rand geht es halbwegs

Grand Canyon - schöne Farbenspiele

Aufladen für den Transfer zum Guesthouse

Begräbnisstätten sind immer außerhalb der Ortschaften

Kein Papier ins WC werfen!

Lehmverputzte Wände
