7.Tag - ca 1.600 Hm, 55 km – “We’ll be back!!”
Kals Maut - Glorer Hütte - Heiligenblut - Iselsberg - Lienz

Endlich - Traumwetter!

Das Shuttleservice (danke Annemarie) bringt uns über Kals bis zur Maut vor dem Lucknerhaus. Der Rucksack hat über Nacht auch wesentlich an Gewicht verloren! Das macht Spaß ;-)

Ein kurzes Stück folgen wir noch der Asphaltstraße und vorm Lucknerhaus zweigen wir rechts auf die steile Schotterstraße zur Glorerhütte ab.

Bis knapp 2.200 ist der Weg extrem steil und nur grenzwertig fahrbar. Dann beginnt der breite Steig zur Glorerhütte. Wer hoch motiviert ist sollte diesen schönen Steig sogar fahren können.

Parallel zum Steig wird gerade an einen Kanal gearbeitet. Da wir uns im Naturpark Hohe Tauern befinden, darf wohl kein “fahrbarer” Weg gebaut werden. Der steile Weg wird wahrscheinlich nach dem Kanalbau renaturalisiert werden müssen.

Abwechselnd schieben wir am breiten Steig oder am Kanalweg hinauf. Das Panorama ist ein Genuß!

...Bagger bei der Arbeit, leider kein “Bikerfreundlicher Weg”

Die 400 Höhenmeter Schiebearbeit sind nicht weiter schlimm und bald erreichen wir die Glorerhütte.

...scheint ja wieder alles in Ordnung zu sein!

Wir gönnen uns einen Radler bei der Hütte.
Die Wirtsleute sind recht aufgeregt. Sie sind das erste Jahr auf der Hütte und erst seit 14 Tagen heroben. Laut ihren Aussagen ist das der erste schöne Tag in dieser Zeit - Ist ja klar! Wo Fritz ist, ist es immer schön!

Es wird wieder spannend. Die Recherchen über den Steig durchs Leitertal haben rare, aber durchaus positive Infos ergeben. Aber bekanntlich ist die Meinung über die Fahrbarkeit von Steigen abhängig von den Fahrkünsten des Fahrers. Das Leitertal ist sehr lange und Schiebend sicher kein Spaß. Na dann, nix wie los!

Nach kurzer Abfahrt kommt die Abzweigung Salmhütte und Eselssteig. Wir fahren geradeaus und folgen den Eselsteig.

...das haben wir uns verdient!

...Grins, Grins

...Panorama

Lämmer?

alles maximal S2!

Sogar Peter hat seinen Spaß!

...perfekt geshaped!

...eine der seltenen verblockteren Stellen

...immer durch die Wiesenmatten auf erdigen Trail

...Blick hinüber zu Salmhütte


...Peter übermütig am Trail - eine Seltenheit!

Kurz vor dem Steg über den Leiterbach werden wir das erstemal eingebremst und müssen doch tatsächlich schieben - sind wir ja gar nicht mehr gewohnt! Danach schieben wir noch ein Stücken hinauf und münden auf den breiten Salmhütten-Steig.

...Fritz hochkonzentriert - nur kein Blümchen beschädigen!

...der Steg

Der Trail wird jetzt noch einfacher! Allerdings wird es jetzt auch flacher und es gibt teilweise Gegenanstiege, die man aber fast alle fahren kann.

...ich will ja...

...niemanden den Mund...

...wässrig machen ;-)

Cool ist auch, dass uns die wenigen Wanderer und auch ein Almhirte sogar noch anfeuern. Zwei Männer die den Weg herrichten sind auch total begeistert und der eine meint sogar. “Des is lässig Mander!”

...und wer jetzt noch keine...

...Lust auf diese...

...Überquerung bekommen hat...

...dem ist nicht zu helfen! ;-)

Auf knapp 1.900 bei der Trogalm, passiert mir doch tatsächlich ein Navigationsfehler. Ich fahre nicht wie geplant gerade aus, sondern biege links ab.

Ein kurzer Blick auf die Karte verrät aber, dass wir auch so nach Heiligenblut kommen. In die Klamm hinunter müssen wir zwar das Meiste schieben, der Wasserfall entschädigt aber dafür.



...das blaue Auge ist ja kaum noch zu sehen! ;-)

Nach der Bricciuskapelle kommen wir zur Sattelalm und da wir “zufälliger” Weise gerade Durst haben, kehren wir ein.
Ja, das ist jetzt was ganz neues - alle (ja, auch Peter) schwärmen in den höchsten Tönen von diesem Trail. Höchstnoten werden vergeben und die Abfahrt als beste der ganzen Runde - ach was, der ganzen Welt erkoren.
Da muß wohl das Trail-Testosteron noch aktiv sein. Aber es stimmt, diese Überquerung ist bei schönem Wetter einfach nur Spitze!

Nach ausgezeichneter Verköstigung geht es weiter Richtung Heiligenblut. Über einen Abbruch wurde eine witzige Aussichtsrampe gebaut und ein Fototermin ist natürlich Pflicht.


Ab Heiligenblut folgen wir einfach der Bundesstraße nach Winklern. Die Straße ist in die falsche Richtung gebaut, wir haben nämlich Gegenwind.

...letzter Glocknerblick

...Winklern

Kurz vor dem Iselsberg sollten wir laut Plan links auf den Ederplan abzweigen - Null Bock! Martin der heute wieder virtueller Reiseleiter ist, mahnt uns sofort per SMS ab - Das Fahrerfeld rebelliert aber geschlossen!
Da wir am Iselsberg noch einen Einkehrschwung machen, ist der Reiseleiter wieder halbwegs besänftigt. Wir bestrafen uns selbst und essen einen Eisbecher :-)

Mit Highspeed geht es dann noch hinunter nach Lienz.
Trackstatus: Bei der Anfahrt etwas geschummelt, Adjustierung mangelhaft, Ederplan ausgelassen - ganz schön schlampert!
Geplant wäre am siebten Tag eigentlich “Rudolfshütte - Kalser Törl - Lucknerhaus - Glorerhütte - Nächtigung in Heilgenblut” und am achten Tag “Heiligenblut - Ederplan - Lienz” gewesen.
Aber wir wollen hier ja nicht Buchstaben reiten ;-)
Der heutige Tag war ein mehr als versöhnlicher Abschluß der heurigen Runde - echt genial.
Wie immer Fritz das mit der Abrechnung auch macht - irgendwie wird das immer billiger :-)
Fazit: Der Hamma!!! - sehr Schiebe und Tragelastig - sehr viele Trailabfahrten - Unterschiedlichste optische Eindrücke (Dolomiten, Karnischer Kamm, Hohe Tauern) - fernab der Touristenpfade - Lässigste Einkehrschwünge - Beste Verköstigung!!!
A Oschtirundele halt :-)
...mehr demnächst wieder in diesen Programm - Hoffentlich wieder Vollzählig!