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Felbertauern - Lienz - Mittersill 78 km, 2.000 Hm - "der lange Tag"

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Über den Felber Tauern zwischen Osttirol und Salzburg verläuft ein uralter transalpiner Handelsweg. Zum Transport der Waren nutzte man Noriker oder Haflinger. In Begleitung ihrer Säumer schleppten sie Lasten von bis zu 175 Kilo über den Alpenhauptkamm. Als Säumer bezeichnete man Personen, die Lasten ("Saum”) unter Zuhilfenahme von Tieren, zumeist Pferden, übers Gebirge transportierten. Die speziell für diesen Zweck angelegten Wege nennt man "Saumpfade“. Um die ohnehin schon beschwerlichen Übergänge etwas zu erleichtern, sind sie in der Regel möglichst flach angelegt. Transportiert wurden Eisen, Gold, Silber, Gewürze, Stoffe und Wein.(Zitat Wikipedia)

Das Wetter könnte nicht besser sein! Start in Lienz und gemütlich über den Iseltalradweg nach Matrei. Nach Huben wechselt der Radweg die Talseite und es geht kurz steil aufwärts nach Feld. Vor Matrei am besten gleich die Bundesstrasse überqueren und dem Radweg entlang der Isel folgen. 

Entlang der linken Talseite über Prossegg, Berg und Gruben. Bei der Prosseggklamm bei der kleinen Kapelle den Fußweg folgen. Bei der Kalseralm ist Weg suchen angesagt, ein schmaler Steg über den die Räder nur aufgestellt rollen führt zu einem Waldsteig. Nach einer kleinen Wiese finden wir wieder die Asphaltstrasse. Ein paar Kilometer fahren wir über die Felbertauernstrasse bevor wir links zum Tauernhaus abzweigen. 

Der Magen ist schon sehr leer, aber nach einem Grillteller und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme geht es gestärkt wieder weiter. Über die Felbertauern Ersatzstrasse zum Tunnelportal und über den Forstweg, der für die Hochspannungsleitung gebaut wurde, zur St. Pöltnerhütte. Immer wieder Topblicke zum Venediger! Der breite gut ausgebaute Weg mündet bei 2.400 hm in einen Steig, der jahreszeitlich bedingt noch einige größere Schneefelder zur Überquerung bietet. 

Es ist wieder einmal der Schiebe/Trage Modus angesagt. Der Steig ist sausteil, und die Schneefelder sind mit entsprechender Vorsicht zu queren. Aber endlich ist St. Pöltnerhütte in Sicht und wir genießen ein Bierchen, denn von nun an geht es ja nur mehr bergab - dachten wir. 

Am Anfang schieben wir den Steig hinunter. Dann wird es schon teilweise fahrbar. Bei 2.100 hm ist irgendwo ein nicht sichtbarer Weg der rechts abzweigen soll. Den haben wir aber nicht gefunden! Wir fahren natürlich 200 Höhenmeter tiefer und suchen den Steig. Eine Plagerei folgt, ca 200 Hm im freien Gelände hinauf schieben, dann stehen wir auf der Bergkuppe. Von der sehen wir einen Steilhang über den ein schmaler Wildpfad zum alten Bergwerk führt. Ich werfe schon fast die Nerven weg, aber retour geht auch nicht mehr. Fritz hilft mir beim queren uns so schaffen wir das auch. Kurz noch im Hotel anrufen das wir etwas später kommen...

Aber jetzt brausen wir den Forstweg hinunter und fahren sogar bei einer offenen Alm vorbei! Über die Felbertauernstrasse nach Mittersill rollen und einchecken, hübsch machen (naja bemüht) und in den Gastgarten.

Das Abendessen ist perfekt aber heute gehen wir alle müde ins Bett.

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