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Mittersill - Prettau 64 km, 2.000 Hm - "Schiebemodus"

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Nach dem reichhaltigen Frühstück, holen wir unsere Räder aus der Garage - ich habe mir den Code zum Öffnen sogar gemerkt. Der Plan war eigentlich, den Radweg zu nehmen, aber Werner winkt ab. Die Strasse  zu nehmen geht wesentlich schneller , wir haben ja noch einiges vor uns. Vor Krimml sehen wir das erste Mal den Wasserfall, sieht schon majestätisch aus. Wir sehen einige Araber, für die Wüstenbewohner ist das unbegreiflich, das seit ewigen Zeiten reines Trinkwasser den Berg herab schiesst. Wir begeben uns aber wieder auf die Spuren der Säumer, die über den Krimmler Tauern die Waren transportierten.

Bis Krimml sind es gute 30 Kilometer, dann folgen wir ca. 3 Km der Gerlos Passstraße und zweigen dann in das Krimmler Achental ab. Zwischendurch ärgert mich meine Schaltung, irgendwie hüpft sie immer zwischen den Gängen. 

Martin und ich fahren natürlich am Wasserfallweg vorbei, wir haben nur auf das Fahrverbots Schild geschaut. Werner schiebt den steilen Weg hinauf und hat die besten Blicke auf den Wasserfall. Nach der Wasserfallklamm bei 1.480 hm wird es flacher und wir rollen zum Krimmler Tauernhaus 1.622 hm. Werner checkt die Lage, zum Essen ist noch viel zu früh. Die Wirtin verspricht uns, dass bei der Windbachalm Getränke eingekühlt sind. Sogar Martin fährt ohne Bierstop weiter. Der Weg bis zur Alm auf 1.882 hm ist gut ausgebaut. Abwechselnd machen immer einer die Kuhgatter auf und zu. Die Alm liegt in einem kleinen Talkessel, beim näher kommen sehen wir im Brunnen die Getränkekiste. Das Dosenbier ist quellkalt und zischt im Gaumen. Bei 0,3 Liter müssen wir mehrmals zur Kiste :-). Es ist so schön da, mit Widerwillen trennen wir uns von der Kiste.

Nach dieser gemütlichen Rast stellen wir auf den Schiebemodus um. Der Weg ist moderat angelegt, besteht aber aus großen Steinplatten mit quer aufgestellten Wasserrinnen. Für die Säumer mit ihren Tieren war das kein Problem, mit unseren Drahteseln ist das nicht mehr fahrbar. Es gibt Pläne, den Weg für Mountainbiker herzurichten, das wird aber wohl am Nationalpark scheitern. Finde ich schade, der Weg ist ja breit und schon vorhanden, die Radler würden Natur und Wanderer nicht stören. Ab 2.300 hm ist der Weg von Schneefeldern bedeckt, bis dahin war mein Ebike perfekt. Nun spüre ich die 25 kg beim Schieben. Werner nimmt mir auf den letzten 100 hm den Rucksack ab, er ist ja heuer in Topform und schon am Pass. Mit 8 kg weniger am Rücken schnaufe ich immer noch wie eine alte Dampflok, aber auch dieser Übergang ist irgendwann erreicht. Nach einer Verschnaufpause mit einem Müsliriegel geht es hinunter zur Tauernalm. Werner fährt, wir schieben das meiste!

Auf der Tauernalm gibt es endlich Essen und ein Bierchen, danach die Abfahrt in unser Hotel “Kasern”. Perfekte Bewirtung, gutes Essen. Beim Hauswein, dem Grauvernatsch hat unser Martin ein mentales Problem. Das ist nicht seine bevorzugte Marke. Aber er kriegt dann eine Flasche mit einem etwas besseren Wein, dann ist auch seine Welt wieder in Ordnung.

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