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7.Tag - ca. 2.240 Hm, 68 km – „Wetterbeten“

Pian di Borno - Passo Croce Domíni - Giogo della Bala - Monte Breda – Idrosee

Tag7 03.07.2010 _ 00_00_00.

Was war das für eine Nacht, ich habe sehr schlecht geschlafen und geschwitzt wie die Sau (schwitzen die überhaupt?). Zuerst befürchte ich schon irgendeinen Virus aufgeschnappt zu haben, aber den anderen ist es auch so ergangen – also war es einfach nur eine extrem schwüle Nacht.

Egal, Frühstück gibt es bereits um 7:00 und nach dem wieder guten „halbtypischen“ italienischen Frühstück geht es los. Es warten 1600 Höhenmeter am Stück auf Asphalt auf uns – Hurra!

Bei der Fahrt nach Esine (285) finden wir fast die Überquerung des Flusses nicht, der „Frauennavigationmodus“ hilft aber schon wieder und eine ältere Frau weist uns den richtigen Weg. Richtig fad wird das Navigieren in diesem Modus. 

Bis Bienno (445) herrscht ziemlich viel Verkehr, dieser wird aber mit jedem Höhenmeter weniger.

Tag7 03.07.2010 _ 08_00_19

Blick zurück über Bienno

Am heutigen Samstag sind natürlich viele Ausflügler und vor allem Motorradfahrer unterwegs.

Tag7 03.07.2010 _ 08_24_16

Sind das unsere Fans?

Tag7 03.07.2010 _ 08_29_56

Astrio

Leider ist es heute Morgen etwas diesig und die Aussichten können nicht richtig auf den Chip gebannt werden. Die Hitze ist wieder enorm und lässt auch mit den Höhenmetern eigentlich nicht nach.

Übrigens, nach Bienno gibt es einige Wegweiser für Hotels links und rechts der Straße. Diese bewerben vor allem die motorisierten Biker, haben sicher aber auch nichts gegen unmotorisierte. Also wenn man nicht ruhen will, kann man nach Boario Terme noch sehr variabel Höhenmeter anhängen.

Tag7 03.07.2010 _ 08_33_20

auf der langen Auffahrt….

Auf dieser Straße sind auch viele Rennradfahrer unterwegs, gegen ihren Gewichtsvorteil (Bauch plus Rad), komme ich leider nicht an. Schade, jetzt habe ich doch so brav trainiert.

Tag7 03.07.2010 _ 09_53_56

…aber auch hier durchaus Ansprechendes

Auch heute versucht jeder einfach in seinem Tempo den Passo Croce Domíni (1.897) zu erreichen und wir fahren wieder weit auseinander gezogen

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nach dem verfallenen Rifugio Bezena

Am Passo ist richtig viel los, Biker aller Art machen hier ein Päuschen.

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Eine der wenigen Kehren

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Am Passo – jede Menge los

Die 1600 am Stück haben die Abstände doch gewaltig wachsen lassen und ich warte recht lange, bis alle eingetrudelt sind. Allerdings hat Fritz auch noch einem Mopedfahrer Hilfe geleistet, der einen kleinen Unfall hatte.

Wir beschließen, am Passo noch ein Bierchen zu trinken und danach geht die Fahrt zum Giogo della Bala (2.174) weiter.

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Blicke zurück zum Croce Domini

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Die Auffahrt zum Croce Domini war ja nicht „unfad“, aber die Route wird ab hier schöner. Erstens sind die Aussichten hier heroben schon wesentlich besser und die Straße führt sehr interessant am Bergrücken entlang. Zweitens ist der Verkehr auf der teilweise geschotterten, teilweise asphaltierten Straße wesentlich geringer und die paar verwegenen sind sehr langsam unterwegs.

Tag7 03.07.2010 _ 11_01_24

…immer in dieser Tonart

Witzig sind vor allem einige seeeehr langsam fahrende Motorradfahrer. Sie fühlen sich auf ungewohnten Schotter anscheinend Unwohl und man kann die Angst vor einen Sturz fast spüren. Das Heiligtum könnte ja einen Kratzer bekommen. Bekomme ich auch direkt bei einer Gruppe mit, bei der die Ersten schon lachend auf die letzten „Ängstlichen“ warten und diese Routenwahl dann auch entsprechend kommentieren.

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…immer an diesem Kamm entlang

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…sehr kurzweilig!!

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Blicke zurück

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Blicke voraus

In dieser Tonart geht es weiter zum Goletto del Giogo della Bala (2.174) mit irgendeiner seltsamen, wahrscheinlich militärischen Anlage.

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Was ist das?

Der Übergang hinüber zum Giogo della Maniva (1.655) ist heute in fast gespenstischem Nebel gehüllt und die Fahrt wird richtig „spacig“. Jetzt aber schnell hinunter zum Hotel Bonardi - Höchste Zeit für Mittagessen!!

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Der Nebel des Grauens

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Endlich Mittag – oben vom Kamm sind wir gekommen…

Spitzen-Empfehlung!  Speis und Trank ist perfekt und wir sind mit den Portionen fast überfordert.

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Glückliche Biker!!

Ist es nur das neue, motiviert wirkende Hotel? Oder spielen doch auch die sich türmenden Wolken eine Rolle? Ich bin beinahe versucht, hier einzuchecken und einfach nur zu relaxen. Aber Martin hat heute noch nicht genug und daher wird wieder aufgesattelt.

Kann man diese Kammstrasse überhaupt noch topen – Ja man kann. Das Sträßchen nach dem Passo della Maniva ist die nächste Steigerung. Über dem Passo della Spina (1.550) folgen wir der tollen Route.

Tag7 03.07.2010 _ 13_30_36

…es wird spektakulärer

Es kommt bereits hier Tremalzzo Feeling auf – Tunnels, verwegene Bauten, Abgründe und „very nice Views“. Also diese Straße muss man auch einmal unter die Stollen genommen haben.

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Blick zurück zum Passo Maniva

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…schmal…

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..felsig..

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…Tunnels…

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…Grenzerfahrungen…

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…Abgründe…

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…und einfach nur Fritz..

Ein paar Höhenmeter machen wir hier auch noch, aber schon bald kommen wir am Rifugio Rosa di Baremone (1.425) an. Allerdings stehen wir hier vor einer schweren Entscheidung. Die hohe Wolkentürme und das Donnergrollen im Hintergrund sagen ganz laut: „Rollt doch einfach die Strasse hinunter nach Anfo!!“

Ja, wäre da nicht der Tipp aus dem Italienischen MTB-Forum und wer versteht schon italienische Gewitter.  Nach 6 ½ Tagen Hitze und Wetterglück ist es auch recht leicht, „locker“ zu sein! Ich überlege noch kurz, beschließe dann aber den Trail zu nehmen. Obwohl ich den Jungs den Chickenway nach Anfo anbiete, denken alle gleich: „Bist du ein Mann, oder eine Maus?“ - auf geht’s!!

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Bei dem Donnergrollen, bestelle ich einfach Hilfe von oben

Wir rollen den Forstweg hinüber Richtung Auffahrt Forte di Cima Ora (1.525). Dieses lassen wir allerdings aus – man muss sein Glück ja nicht überstrapazieren.

Der Forstweg endet bei einem Haus und den folgenden Steig müssen wir ein kurzes Stück hinauf zum Monte Breda (1.500) schieben. Ja, was ist denn das für ein Fundstück!! Vom Monte Breda geht es auf einen Steig über den ganzen Rücken Richtung nördliches Seeufer.

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…am Anfang des Trails mit Blick hinunter zum Idrosee

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Blick zum Monte Breda

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..immer am Kamm mit Blick zum See

Anfangs sind noch ein paar schwierige (S3) Stellen und Gegenanstiege eingebaut, der Trail wird aber immer „flowiger“ und toller zu fahren. Blicke auf den See gibt es zur Genüge und meine Freude über diesen „Versuch“ wird immer größer.

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Gegenanstiege…

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..aber…

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…meistens…

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…einfach…

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Coool !!!!!!!!

Ein kleiner Boxenhalt zwecks Kettenriss stoppt uns zwar auch etwas, das ist aber gleich erledigt und die Abfahrt wird immer spannender.

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Chainsuck!!

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Wieder einmal ein paar lustige Brüder!!!

Manchmal ist der Steig sehr verwachsen und ich nutze den Helm um das Gebüsch auf die Seite zu drücken. Manchmal ist der Weg auch steiler und technisch schwieriger. Es gibt auch einige aufeinander folgende Spitzkehren, diese schafft man allerdings fast alle ohne Umsetztechnik. Die Schiebestücke, die wir aus mangelndem Können bzw. Vorsichtsgründen einlegen, sind nie lästig lange, der Trail wird aber auch nie langweilig einfach.

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Impressionen

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…von meinem

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…neuen

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…Lieblingstrail

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macht eigentlich fast immer

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nur einen Riesenspaß

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Nice Views die ganze Zeit inklusive

Unglaublich, mir rinnt der Schweiß in Strömen hinunter – aber das ist jetzt einmal richtig tolle Arbeit!

Nach knapp 900 Höhenmetern landen wir auf der Straße und Fritz und ich sind einfach nur begeistert!

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Am Ende des Trails – 100 Höhenmeter kann man noch anhängen

Peter und Martin hat die Arbeit etwas mehr mitgenommen und sie wählen den Chickenway über die Strasse. Schade, die folgenden 100 Höhenmeter „Dschungel-Trailabschnitt“ machen richtig Spaß. Am Ende des Steiges folgen wir  dem Sträßlein direkt hinunter zur Hauptstrasse (380). Wir parken beim erstbesten Gasthaus ein und stoßen mit einem Bier auf diesen Traum an – Cooool!

Also die Steigerungen dieses Tages sind einfach nur perfekt und der Abschluß ein Traum!!

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Sieht so aus als ob ich noch am Trail bin

Peter und Martin kommen auch bald und der nächsten Runde steht nichts mehr im Weg. Nachdem unser Mineralstoffhaushalt halbwegs ausgeglichen ist, geht’s auf Hotel-Suche. Leider ist die erste Wahl von Martin gerade im Umbau und wir steuern zum Hotel Pescatore (374) – zwar nur zwei Sterne, aber Martin wünscht sich heute ein Haus am See. Die Zimmer entsprechen den zwei Sternen, kulinarisch gibt es aber glücklicherweise keine Abstriche!

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