Über den Tschil Bel Pass zum Song-Kul-See
Biken29km, 670 Hm
GPX-Tracks zum Download:Transfer Hotel - Tschil Bel Pass, Tschil Bel Pass - Song Kul See
Nach einem ausgiebigen Frühstück blicken wir skeptisch gen Himmel. Dunkle Wolken türmen sich auf, der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Die geplante Abfahrt direkt vom Hotel können wir vergessen – Alex schlägt vor, uns mit dem Bus bis unter den Tschil Bel Pass zu bringen: 27 Kilometer und 700 Höhenmeter sparen wir uns so.
Eine Stunde später stehen wir auf 2.680 Metern und laden die Räder ab. In langen Serpentinen schraubt sich die Schotterpiste nach oben. Unterwegs begegnen wir einem Schafhirten mit seinem Sohn hoch zu Pferd – ein perfektes Fotomotiv für Martin. Überhaupt sind die Menschen entlang des Weges unglaublich freundlich: Sie winken, grüßen, und die Kinder halten uns zum Abklatschen die Hände hin.
Oben am Pass machen wir einen Abstecher zu den Edelweiß-Wiesen, die hier so zahlreich wachsen wie Gänseblümchen daheim. Danach öffnet sich vor uns eine weite Hochebene, die sich bis zum Song-Kul-See erstreckt. Bei einer Rast genießen wir unser wohlverdientes Picknick, dann geht es weiter – immer wieder vorbei an Pferden, Kühen, Schafen, Reitern und verstreuten Jurtenlagern.
Kurz vor unserem Ziel, dem Jurtenlager Mirlan, beginnt es zu tröpfeln. Wir legen einen Zahn zu, doch wenige Minuten später schüttet es wie aus Eimern. Durchnässt huschen wir in eine freie Jurte, um uns unterzustellen. Als der Regen nachlässt, können wir unsere Unterkünfte beziehen: gemütliche Jurten mit drei Betten und kleinem Ofen. In der Dachspitze prangt ein Kreuzmotiv, wie es auch auf der kirgisischen Nationalflagge zu sehen ist.
Wir steuern zielstrebig auf die Jurte mit der Aufschrift „Restaurant“ zu – drinnen bullert der Ofen, und bei einem Bierchen wird uns schnell warm. Das Abendessen ist ausgezeichnet. Ein Hirte in Gummistiefeln geht von Jurte zu Jurte und verteilt glühende Kohlen zum Nachheizen. Die Sanitäranlagen sind rustikal: ein Erdloch mit drei Häuschen darüber, ein Schlitz in der Bodenplatte als Toilette, dazu zwei Waschbecken im Freien – Warmwasser Fehlanzeige. Strom kommt aus einer kleinen Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, und sogar eine Sauna im Container steht bereit.
Nur uns hat der Hirte leider keine Kohlen gebracht – und so sinkt die Temperatur in unserer Jurte bis auf etwa drei Grad. Werner liegt mit Pullover, Mütze und allen Decken des dritten Betts da und klappert trotzdem mit den Zähnen.
Die Nacht ist unruhig: Erst feiern einige Gäste noch ausgelassen, dann grasen Pferde direkt neben unseren Jurten, und vier Wachhunde veranstalten eine bellende Fangjagd. Der Song-Kul-See mag friedlich daliegen – die Nacht war es nicht.

Frühstück im Guesthouse
Der Wettergott meint es wieder nicht gut mit uns

Verputzmaterial - Lehm mit Wasser gemischt

Bolot kutschiert uns um die Schlaglöcher herum

Endlich wieder auf die Bikes

Gewaltige Landschaften

Freundliche Hirten

Tschil Bel Pass

Ewige Abfahrten

durch Edelweißwiesen

wie Unkraut!

durchqueren von Furten

Der Regen hat uns wieder

Jurtenlager 4 Mann Ausstattung

unser Camp

Waschgelegenheit Links Warmwasser :-)

und das WC

Prost

mit Restaurant!

Sunset

Ein Zelt hatte Kohle zum Nachlegen - war leider nicht unseres

Vollmond