Vom Semiz-Bel Pass ins Jurtenparadies
Biken 78 km, 670 Hm
GPX-Tracks zum Download:Transfer Kochkor below Semiz-Bel Pass, Biken
Nach einem stärkenden Frühstück steht heute ein 37 Kilometer langer Transfer bevor – unser Ziel: der Semiz-Bel Pass auf 2.500 Metern Höhe. Über holprige Pisten, vorbei an Felsen und Schlaglöchern, bringt uns Bolot in rund einer Stunde zu unserem Startpunkt. Der erste Abschnitt führt uns direkt bergauf: teils steile Passagen, aber schon bald stehen wir auf 2.715 Metern und blicken auf eine weite, sanft gewellte Grashochebene.
Endlos scheint der Weg, gesäumt von Schaf-, Pferde- und Kuhherden. Ab und zu reitet ein Hirte an uns vorbei, hebt grüßend die Hand und setzt seinen Weg fort. Wir queren einen Bach und beobachten, wie Bolot mit dem Bus souverän die Furt durchpflügt – beeindruckend, was das Fahrzeug aushält. Kein Wunder, dass er abends immer die Aufhängung, den Motor und die Reifen kontrolliert.
Nach einer kurzen Bananenpause erreichen wir einen Fluss, den wir überqueren, und sehen in der Ferne schon das Dorf Tuura-Suu. Doch der Weg führt uns zunächst in einem großen Bogen auf eine Anhöhe, bevor wir in das Dorf hinabfahren. Dort begrüßen uns Kinder lachend vom Rücken eines Esels.
Ein weiterer Anstieg bringt uns auf 2.370 Meter. Hier schlagen wir unser Picknicklager auf – mit Tischen, Jogamatten und sogar einem Cognac, den Martin organisiert hat. Natürlich wird verkostet – mit Ausnahme von Bolot, denn in Kirgistan gilt 0,0 Promille. In der warmen Sonne ins Gras zu sinken, fühlt sich wie pure Erholung an, doch es warten noch 37 Kilometer auf uns.
Die letzten Kilometer auf Asphalt rollen wir mit Tempo dahin. Am späten Nachmittag erreichen wir das Jurtenlager Jaichy Agro – eine kleine Luxusversion mit Toiletten und Dusche. Nach der staubigen Fahrt ist die Dusche ein Geschenk. Im offenen Gastraum gibt es sogar Bier – zumindest eine Runde, denn danach ist Schluss. Zum Glück haben wir im Bus noch Vorräte.
Das Abendessen ist köstlich, der Abend lau und friedlich. Zufrieden ziehen wir uns in unsere Jurten zurück – bereit für den nächsten Tag im kirgisischen Abenteuer.

Transfer zum Start

Ein schöner Tag!

ganz ungeduldig

hinauf auf den Pass

und wieder hinunter in die endlose Hochebene

so viel Gegend

Schafe versperren den Weg

ein Dorf im Nirgendwo

zwei Esel und ein Drahtesel

Werner hoch motiviert

zwei schneidige Tiroler

Picknick

Resttime

Jurtencamp

Alles klar beschildert

Palettenbänke und Tische

Kitchen

jetzt macht er sich aber fein

Das Logo kommt euch bekannt vor :-)